Kulturveranstaltungen


Mittwoch, den 23. Mai 2012, 19.00 Uhr

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Markus Bauer und Gerhard Ortinau (Berlin)
„Am Anfang war das Gespräch“
Vierzig Jahre „Aktionsgruppe Banat“


Diese rebellischen jungen Autoren erlangten öffentliche Aufmerksamkeit erstmals im Frühjahr 1972: die „Neue Banater Zeitung“ brachte unter dem Titel „Am Anfang war das Gespräch“ ihr Rundtischgespräch, bei dem sie sich programmatisch zu Literatur , Wahrnehmung und Wirklichkeit äußerten. Damit war die „Aktionsgruppe Banat“ gegründet – ein fester Kreis literarischer Intellektueller, die Provokationen und Bespitzelungen nicht fürchteten. Herta Müller gehörte erst später dazu. Als sie 2009 den Literaturnobelpreis erhielt, wurde die Gruppe endlich auch in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Nach drei Jahren, im Sommer 1975, wurde die Gruppe durch die Securitate zerschlagen. Alle wurden festgenommen und verhört, der Autor William Totok saß monatelang im Gefängnis. Fast alle leben heute in Deutschland.
Wie wurde diese bemerkenswerte Vereinigung deutschsprachiger Literatur in intellektuellen Kreisen Rumäniens wahrgenommen? Konnte sie dort überhaupt eine Wirkung entfalten? Wie nahm der westdeutsche Literaturbetrieb den Input der rumänien-deutschen Emigranten auf? Welche Resonanz hatten sie? Gibt es bei diesen Autoren Übereinstimmungen in der Wahl der Themen und/oder der sprachlichen Verarbeitung? Welche Unterschiede gibt es zur Literatur der westlichen Moderne?

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Gerhard Ortinau ist Gründungsmitglied der „Aktionsgruppe Banat“. Nach Arbeits-und Publikationsverbot verließ der Schriftsteller 1980 Rumänien und lebt seither in Berlin. Er schrieb u.a.Theaterstücke, Erzählungen, Gedichte.

Dr. Markus Bauer ist Journalist, Autor, Kulturhistoriker in Berlin. Er lebte und arbeitete fünf Jahre in Jassy und ist einer der profiliertesten Kenner der rumänischen und rumänisch-deutschen Kultur.

Jour Fixe am 26. Juni im „Leonhardt“: Natalia Toma/Alina Banu: „Rosia Montana“ – Rumänische und internationale Skandale um Europas größte Goldmine

Mittwoch, den 23. Mai 2012, 19.00 Uhr

Jour Fixe

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Dr. Markus Bauer (Berlin)

„Am Anfang war das Gespräch“
Vierzig Jahre „Aktionsgruppe Banat“

Diese rebellischen jungen Autoren erlangten öffentliche Aufmerksamkeit erstmals im Frühjahr 1972: die „Neue Banater Zeitung“ brachte unter dem Titel „Am Anfang war das Gespräch“ ihr Rundtischgespräch, bei dem sie sich programmatisch zu Literatur , Wahrnehmung und Wirklichkeit äußerten. Damit war die „Aktionsgruppe Banat“ gegründet – ein fester Kreis literarischer Intellektueller, die Provokationen und Bespitzelungen nicht fürchteten. Herta Müller gehörte erst später dazu. Als sie 2009 den Literaturnobelpreis erhielt, wurde die Gruppe endlich auch in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Ihr späterer Ehemann, Richard Wagner war Gründungsmitglied sowie sechs weitere Schriftsteller, Poeten, Publizisten: Johann Lippet, Gerhard Ortinau, Anton Sterbling, William Totok, Ernest Wichner, und auch Werner Kremm, Rolf Bossert und Albert Bohn. Nach drei Jahren, im Sommer 1975, wurde die Gruppe durch die Securitate zerschlagen. Es folgten Verhöre und für William Totok ein längerer Gefängnisaufenthalt. Allen gelangte die Ausreise in die Bundesrepublik.

Wie wurde diese bemerkenswerte Vereinigung deutschsprachiger Literatur in intellektuellen Kreisen Rumäniens wahrgenommen? Konnte sie dort überhaupt eine Wirkung entfalten? Wie nahm der westdeutsche Literaturbetrieb den Input der rumänien-deutschen Emigranten auf? Welche Resonanz hatten sie? Gibt es bei diesen Autoren Übereinstimmungen in der Wahl der Themen und/oder der sprachlichen Verarbeitung? Welche Unterschiede gibt es zur Literatur der westlichen Moderne?

Dr. Markus Bauer ist Journalist, Autor, Kulturhistoriker in Berlin. Er lebte und arbeitete fünf Jahre in Jassy und ist einer der profiliertesten Kenner der rumänischen und rumänisch-deutschen Kultur.

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Nächster Jour Fixe am 26. Juni im „Leonhardt“: Natalia Toma/Alina Banu: „Rosia Montana“ – Rumänische und internationale Skandale um Europas größte Goldmine

Mittwoch, den 18. April 2012, 19.00 Uhr

„Jour Fixe“

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Botschafter a.D. Constantin Gîrbea (Berlin)

Bukarest – Bonn – Moskau – Berlin
Vor 55 Jahren begann eine neue Epoche der Ost-Westpolitik

Am 31. Januar 1967 unterzeichneten die Außenminister Rumäniens und der Bundesrepublik, Corneliu Manescu und Willy Brandt, den Vertrag zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen beider Staaten. Das war sensationell! Rumänien tanzte mit der Entsendung eines Botschafters an den Rhein als erster der sog. „Satellitenstaaten“ der Sowjetunion überaus mutig aus der Reihe. Es begann eine neue Epoche der Ost-Westpolitik, die nur wenige Jahre später zur Aufgabe der Bonner „Hallstein-Doktrin“ führte. Welche Interessen verfolgte Nicolae Ceausescu, als er diesen Schritt wagte? War auf westdeutscher Seite die Familienzusammenführung der Rumäniendeutschen der wichtigste Grund? Wie reagierte Moskau?

Wie kaum ein anderer kennt sich der rumänische Diplomat Constantin Gîrbea in diesen komplizierten Anfängen der rumänisch-(west)deutschen Diplomatie aus. Als junger Attache wurde er schon im Sommer 1967 von Bukarest an die neue Bonner Botschaft geschickt. Dort begleitete er sechs Jahre lang den politischen und praktischen Auf-und Ausbau der diplomatischen Beziehungen. Es folgten Jahre im Bukarester Außenministerium und etliche Missionen im Ausland. In den Wendejahren 1990/91 war er Generalkonsul in West-Berlin und wenig später, nach der Auflösung der Sowjetunion, fünf Jahre rumänischer Botschafter in Moskau, danach in Uzbekistan, Azerbaidjan, Armenien und Georgien. Er organisierte verschiedene Konferenzen, mit denen die Aufmerksamkeit der EU auf die politischen und ökomischen Besonderheiten der Staaten am Schwarzen Meer gelenkt wurde.

Gerade veröffentlichte Constantin Gîrbea seine Erinnerungen unter dem Titel „Diplomat si Ziarist“. Seine spannende Biographie ist ein Stück lebendige Geschichte der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.


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Nächster Jour Fixe am 23. Mai im „Leonhardt“: Markus Bauer, Berlin: „Vierzig Jahre Aktionsgruppe Banat – eine kritische Bestandsaufnahme“.

Freitag, 30. März 2012, 17.30 Uhr

CARAGIALE JAHR 2012. Filmvorführung. Vortrag. Diskussion.

Programm:

17.30: „Das Brot des Exils” (Dokumentarfilm, 2002, Regie: Alexandru Solomon), 26 Min., OmdeU

18.30: Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema „Caragiale in Berlin”
Mit: Prof. Dr. Gelu Ionescu (München), Prof. Dr. Liviu Papadima (Universität Bukarest)

20.00 – 21.00: Pause

21.00: „Warum läuten die Glocken, Mitica?“ (Spielfilm, 1985, Regie: Lucian Pintilie), 120 Min., OmengU

Prof. Dr. Gelu Ionescu (*1937) : Literaturwissenschaftler und Kritiker, Essayist, Kulturjournalist, Redakteur beim Radio Freies Europa (1983-1995). 1982 ging er ins Exil nach Deutschland. Veröffentlichungen in den rumänischen Literaturzeitschriften Contemporanul, Via?a româneasca, Amfiteatru, România literara, Vatra, Steaua, Apostrof.

Prof. Dr. Liviu Papadima (*1957) unterrichtet an der Philologie Fakultät der Universität Bukarest. Zahlreiche Arbeiten zu Caragiales Werk: Caragiale, natürlich (Caragiale, fireste), I. L. Caragiale’s Komödien(Comediile lui Caragiale), Hat die Zeit noch Geduld? (Mai are timpul rabdare).

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut Berlin,
Koenigsallee 20 A,
14193 Berlin,
Tel. 030 890 61 987,
Fax. 030 890 61 988,
E-Mail: office@rki-berlin.de

Verkehrsverbindung: S 4, S 45 S-Bhf. Halensee, S 7, S 9 S-Bhf. Grunewald, Bus 119, Haltestelle: Erdenerstraße

In Zusammenarbeit mit Deutsch-Rumänische Gesellschaft Berlin e.V.

Mit freundliche Unterstützung: National Zentrum für Film und "Arte Vizuale" Stiftung.

Mittwoch, den 28. März 2012, 19.00 Uhr

„Jour Fixe“

Christof Kaiser (Berlin)

Durch das Banat bis zum Eisernen Tor
Das Banat - vom Nordwesten bis zum Südosten

Die VII. Studienreise der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft
- Lichtbildervortrag -

Fast zwei Dutzend Stationen in zehn Tagen – dies Pensum haben die Teilnehmer der VII. Studienreise unserer Gesellschaft unter der sachkundigen Leitung von Christof Kaiser bewältigt. Von Szeged, der südlichsten ungarischen Großstadt bis zur südöstlich gelegenen rumänischen Hafenstadt Drobeta-Turnu Severin an der Donau führte die Reise durch die vielfältigen Landschaften Rumäniens. Ausgangspunkt der Reise war das Banat – eine von wechselvoller Geschichte und ethnischen Auseinandersetzungen gezeichnete Region, die nach dem 1. Weltkrieg von Ungarn losgelöst und zu zwei Dritteln Rumänien, zu einem Drittel dem damaligen Jugoslawien zugesprochen wurde. Die kleine Gemeinde Tschakowa/ Ciacova beispielsweise war vor hundert Jahren noch zu gleichen Teilen deutsch, ungarisch, serbisch und rumänisch besiedelt. Heute stellen neben den Rumänen die Ungarn und die Roma jeweils etwa 10 Prozent der Bevölkerung. Weitere Stationen,u.a. Temeswar/Timisoara, das rumänische „Klein-Wien“, das Banater Bergland, die üppigen Weinbaugebiete, auch Nitzkydorf/Nitchidorf, das Heimatdorf von Herta Müller und die Kleinstadt Großsanktnikolaus/Sannicolau Mare, wo 1972 der oppositionelle Literaturkreis „Aktionsgruppe Banat“ gegründet wurde. Christof Kaiser hat rund 800 Fotos mitgebracht: die schönsten wird er uns in seinem Vortrag über die Reiseroute- und die Reiseeindrücke zeigen.

Christof Kaiser, Mitglied des Vorstands der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft, ist Geograph und Stadt-und Regionalplaner. Er hat sich seit vielen Jahren auf Rumänien, Ungarn und den gesamten Balkan spezialisiert. Den Mitgliedern der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft ist er als kenntnisreicher und umsichtiger Reiseführer bekannt.

Ort:

„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse,
10627 B-Charlottenburg

Verkehrsverbindungen:
S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.

Jour Fixe im April: Der rumänische Ex-Diplomat und Insider Constantin Girbea über die Rumänisch-Westdeutsche Diplomatie seit Aufnahme der Beziehungen in den 1960ziger Jahren. Ort: „Leonhardt“, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Montag, den 19. März 2012, 19.00 Uhr

Z U S Ä T Z L I C H E R

„Jour Fixe“

im „Leonhardt“
Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse,
10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Stefanie Moser (Bukarest)

Vortrag und Diskussion

Protest wider die politische Gleichgültigkeit
Die Straßenproteste in Rumänien und ihre Auswirkungen auf die Politik

In Rumänien wird seit Wochen demonstriert. Der Protest richtete sich zunächst gegen eine umstrittene Gesundheitsreform und wandelte sich schnell in eine Sammelbewegung gegen eine Vielzahl von Missständen im Land. Zum ersten Mal seit der Wende gehen die Bürger in Rumänien spontan, landesweit und ausdauernd auf die Straße. Im Fokus stehen die Spar- und Reformpolitik der Regierung sowie der Verfall der Demokratie. Die Kritik richtet sich sowohl gegen Präsident und Regierung als auch gegen die parlamentarische Opposition.

Die Demonstrationen fügen sich ein in die jüngsten Protestwellen in anderen europäischen Staaten. Auch in Rumänien sind alle Generationen, unterschiedliche soziale Schichten und zivilgesellschaftliche Gruppierungen beteiligt. Die in den westlichen Medien hervorgehobenen gewalttätigen Ausschreitungen blieben ein Randphänomen. Der Protest verläuft überwiegend friedlich und zivilisiert: auf dem Bukarester Universitätsplatz stellen sich die Demonstranten jeden Tag auf den Seiten des Platzes auf, breiten ihre Banner aus und skandieren ihre Parolen, während in der Mitte der sechsspurige Verkehr unbehelligt weiterrollt. Zwar geht nur eine Minderheit auf die Straße, jedoch erklärten in einer Umfrage Ende Januar 81 Prozent der Rumänen, die Demonstrationen seien eine gute Sache.

Die neue Protestbewegung hat das politische Establishment unvorbereitet getroffen. Können die Proteste die politische Agenda Rumäniens beeinflussen? Können sie im Superwahljahr 2012 zu einem wichtigen Faktor werden? Wie werden sie die weitere Demokratisierung des Landes beeinflussen? Wird der „Winter der Proteste“ in einen Frühling des neuen politischen Selbstbewusstseins der Bürger münden?

Stefanie M. Moser ist seit 2007 Landesvertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Rumänien und der Republik Moldau. Zuvor war sie in der Internationalen Politikanalyse der FES für Europäische Außen- und Sicherheitspolitik zuständig. Stefanie Moser studierte Europäische Studien in Osnabrück und London.
Jour Fixe am 18. April im „Leonhardt“: Der rumänische Ex-Diplomat und Insider Constantin Girbea über die Hintergründe der Rumänisch-Deutschen Diplomatie vor und seit der Aufnahme der Beziehungen in den 1960ziger Jahren.

Dienstag, den 21. Februar 2012, 19.00 Uhr

„Jour Fixe“

Keno Verseck (Berlin)

Rumänien und seine Ungarn

Verwaltungsreform schürt alte Konflikte u. neuen Nationalismus

Vortrag und Diskussion

Am 16. Dezember 2011 kam es im Eisstadion von Csikszereda im rumänischen Szeklerland zum Eklat. Die Rumänen hatten die Ungarn besiegt. Wie üblich, wurde zunächst die rumänische, dann die ungarische Nationalhymne gespielt. Als „Gott segne den Ungarn“ erklang, sangen die 22 Ungarn in der siegreichen, 24-köpfigen rumänischen Eishockey-Nationalmannschaft aus voller Kehle die Hymne der Verlierer mit. Die aufsässige Aktion sorgte für Schlagzeilen weit über die Landesgrenzen hinaus. Der Vorfall zeigt: alte - besonders nach dem Ersten Weltkrieg aufgestaute - Konflikte spalten die Nation immer noch.

Der seit langem schwelende Streit zwischen den Rumänen und den rumänischen Ungarn könnte sich zu einem gefährlichen Feuer entflammen, wenn die Territorial- und Verwaltungsreform in den nächsten Monaten weiter Gestalt annimmt. Die Bukarester Regierung plant, die 41 Landkreise Rumäniens zu acht Großkreisen zusammen zu fassen. Die Begründung ist plausibel: weniger Bürokratie, straffere Verwaltung, Dezentralisierung. Jedoch bedeutete der Plan, dass die drei Kreise des ostsiebenbürgischen Szeklerlandes, in denen die Ungarn zwischen 50 und 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen, dem Großkreis Zentralrumänien einverleibt würden - der Anteil der Ungarn würde schlagartig auf unter 30 Prozent sinken. In der Lokalpolitik wäre die ungarische Minderheit stark geschwächt; Verwaltung und öffentlicher Dienst wären rumänisch dominiert. Radikale Vertreter der ungarischen Minderheit warnen vor einer „Assimilierungspolitik“ und rufen zu Protesten auf. Wieweit schürt die Regierung Orban von Budapest aus den Konflikt? Welche Rolle spielt Laszlo Tökes, im Dezember 1989 Symbol des Aufstandes in Timisoara, heute „radikaler“ Abgeordneter im Europaparlament, bei den Szekler-Forderungen nach territorialer Autonomie? Droht die Abwanderung weiterer rumänischer Ungarn ins Nachbarland, nachdem seit 1990 rund 200.000 Angehörige der ungarischen Minderheit aus Rumänien nach Ungarn abgewandert sind?

Der Journalist Keno Verseck berichtet seit langem über Rumänien und Ungarn und ist ein kompetenter Kenner des rumänisch-ungarischen Konflikts. Er lebte zwei Jahre im Szeklerland. Er spricht, (selten für ausländische Berichterstatter!) rumänisch u n d ungarisch.

ORT:

„Leonhardt“
Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse,
10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Bitte vormerken: Nächster Jour Fixe am 28. März im „Leonhardt“ – Christof Kaiser: „Die Reise ins Banat – Rumäniens vielfältige Landschaft“ Lichtbildervortrag über die letzte Studienreise der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft

Freitag, den 17. Februar 2012, 19.00 Uhr

"SOS - Kirchenburgen"

Situation, Hoffnungen und Perspektiven für die einmalige siebenbürgische Kirchenburgenlandschaft

Vortrag von Dipl. Ing. Philipp Harfmann (Leitstelle Kirchenburgen)

anschließend:

Oh Jammer im Harbachtal / Dor si jale

Film von Günter Czernetzky in Zusammenarbeit mit Studierenden der Lucian-Blaga Universität Sibiu (Hermannstadt)


Ort:

Rumänisches Kulturinstitut Berlin,
Koenigsallee 20 A,
14193 Berlin,
Tel. 030 890 61 987,
Fax. 030 890 61 988,
E-Mail: office@rki-berlin.de

Verkehrsverbindung: S 4, S 45 S-Bhf. Halensee, S 7, S 9 S-Bhf. Grunewald, Bus 119, Haltestelle: Erdenerstraße

Nach 1989 haben die meisten Siebenbürger Sachsen ihre Heimat verlassen. Seitdem sind ihre Kirchenburgen bis auf wenige Ausnahmen dem Verfall preisgegeben. Trotz Unterstützung der Ausgewanderten gelingt es den kleinen Gemeinden nicht, ihre Kirchenburgen denkmalgerecht zu erhalten und dort, wo es keine Gemeinde mehr gibt, beschleunigt sich der Prozess. Dieses Szenario vor Augen, entschloss sich die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien 2007 unter ihrem Dach ein Projektbüro einzurichten, das sich dem Erhalt dieses einzigartigen kulturhistorischen und architektonischen Erbes widmen soll. Die sog. Leitstelle Kirchenburgen hat seit 2007 mit ihrem „Dächerprogramm“ an zahlreichen Kirchenburgen erste bauliche Maßnahmen zur Sicherung gegen einen weiteren Verfall unternommen und damit die Voraussetzungen für mittel- und langfristige Planungen geschaffen.

Philipp Harfmann, Dipl. Ing. für Stadt- und Regionalplanung, Studium an der TU Berlin und der Eurasischen Universität Astana (Kasachstan), ist gebürtiger Berliner mit Wohnsitz in Berlin und Hermannstadt. 2008 Beginn der Tätigkeit in der Leitstelle Kirchenburgen, seit 2010 Projektleiter. Herr Harfmann wird kurz die Geschichte der Kirchenburgen darstellen, dann über die aktuelle Situation mit ihren Herausforderungen und Problemen berichten, erfolgreiche Bauprojekte vorstellen und zum Schluss auf die Aufgaben und Ziele der Leitstelle eingehen.

Günter Czernetzky, in Schäßburg (Sighisoara) geboren, lebt seit 1978 in Deutschland (zurzeit abwechselnd in München und Berlin). Autor, Filmemacher und Produzent mehrerer Dokumentarfilme über die Siebenbürger Sachsen in ihrer jüngeren und jüngsten Geschichte. Der Film über das Harbachtal ist eine Gemeinschaftsproduktion mit Studierenden der Fakultät für Journalistik der Lucian-Blaga Universität, wo Günter Czernetzky 2010/2011 einen Lehrauftrag innehatte.

Donnerstag, den 26. Januar 2012, 19.00 Uhr

„Jour Fixe“

Dr. Silvia Zimmermann (Mannheim) und Dr. Gabriel Badea-Paun (Paris):

Carmen Sylva: Die dichtende Königin auf Rumäniens Thron
- Literatur, Legende, Musik, Malerei, Mythos -

Vortrag und Diskussion
- anschließend kleiner Empfang –

Sie war der Popstar der Belle Epoque: die Pariser Skandalblätter berichteten regelmäßig vom Tun und Lassen der aus Deutschland stammenden rumänischen Königin Elisabeth (1843-1916). Unter dem Pseudonym „Carmen Sylva“ (Waldgesang) verfasste sie Gedichte, Romane, Lieder und Märchen und wurde sogar von der berühmten Academie Francaise ausgezeichnet. Ihre Dichtung inspirierte den jungen George Enescu zu zwanzig Kompositionen. Der Maler Vincent van Gogh lobte ihre Aphorismen. In Schloss Pelesch sah man sie in romantischer Kleidung an der Staffelei oder an der Orgel. Stets waren ihre Auftritte perfekt inszeniert und sie selbst umhüllt von einem „Waldduft“, den sie aus Pflanzen und Blüten aus dem Schlossgarten herstellen ließ. Sie schrieb auf deutsch und übersetzte rumänische Literatur. Sie sammelte rumänische Märchen, schuf Nachdichtungen („Pelesch-Märchen) und verfasste das Schlachtlied „Die Wacht an der Donau“, mit der die Rumänen im Jahr 1877 in den Krieg gegen die Türkei zogen. Als Königin Elisabeth setzte sie die große Popularität ihrer Schriftsteller-Persönlichkeit „Carmen Sylva“ geschickt ein, um im europäischen Ausland für das junge und ferne Königreich Rumänien zu werben. Ihre Literatur, ihr soziales Engagement, ihr Interesse für Kunst, all das war Bestandteil ihrer modern anmutenden PR-und Öffentlichkeitsarbeit im Dienste des Königshauses. Welche Bedeutung hatte Carmen Silva tatsächlich zu ihrer Zeit? Was fasziniert an ihr auch heute noch, so dass die Königin, Künstlerin und Kulturvermittlerin im 21. Jahrhundert wiederentdeckt wird?

Silvia I. Zimmermann stammt aus Sibiu/Rumänien, studierte u.a. Germanistik, Kunstgeschichte und Soziologie. Mehrere Publikationen widmete sie Carmen Sylva.

Über den Autor der Biographie „Carmen Silva“: Dr. Gabriel Badea-Paun stammt aus Sinaia/Rumänien, studierte Geschichtswissenschaft und Kunstgeschichte in Bukarest und Paris. Für seine Kunstgeschichtlichen Publikationen erhielt er mehrere Auszeichnungen. Seine Biographie über Carmen Sylva wurde von Silvia.I. Zimmermann ins Deutsche übersetzt.

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut, Königsallee 20 A, Berlin 14193 (Grunewald)
(S-Bahn Station Grunewald, Bus M 19 )

Nächster Jour Fixe am 21. Februar 2012 im „Leonhardt“ - Keno Verseck: „Rumänische Ungarn fordern mehr Autonomie“


Dienstag, 24. Januar 2012, 19.00 Uhr

Buchpräsentation

Gelebte Multikulturalität - Czernowitz und die Bukowina

herausgegeben von V. Popovici, W. Dahmen, J. Kramer

EINLADUNG

Der 2010 erschienene Band vereinigt Beiträge eines an der Universität Jena durchgeführten Symposiums des Balkanromanistenverbands zur Multikulturalität der Bukowina und ihrer Hauptstadt Czernowitz in Geschichte und Gegenwart, an dem Kulturwissenschaftler, Historiker, Sprach- und Literaturwissenschaftler teilnahmen. So konnte ein Bogen vom Ende des Fürstentums Moldau über den habsburgischen Vielvölkerstaat, die Zugehörig-keit zu Großrumänien bis hin zur sowjetischen und ukrainischen Phase geschlagen werden, Für letzteres steht z.B. der Beitrag „Rumänisch als Minderheitensprache aus der Schüler- und Lehrerperspektive im heutigen Czernowitz“.

Im Anschluss werden Ausschnitte aus den Filmen über Czernowitz des berühmten Dokumentarfilmregisseurs Volker Koepp gezeigt.

Dr. Markus Bauer im Gespräch mit

Prof. Dr. Wolfgang Dahmen
Tetyana Klouber
Dr. Anke Pfeifer

Dr. Markus Bauer, Berlin - freier Autor und Journalist; Studium d. Germanistik und Geschichte in Passau und Marburg; DAAD-Lektor an der "Al.I.Cuza"-Universität Iasi; Research Fellow an der Universität Portsmouth in einem Projekt zur jüdischen Presse in Czernowitz; Bücher, Aufsätze und Zeitungsartikel zur Kulturgeschichte Rumäniens.

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Dahmen, Universität Jena – Professor für Rumänische Sprach- und Literaturwissenschaft; Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Südosteuropa-Gesellschaft; Sprecher des Graduiertenkollegs „Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa“; Mitherausgeber der „Zeitschrift für Balkanologie“ sowie des „Balkan-Archivs“.

Tetyana Kloubert, M.A., Jena, Universität Jena – wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Erwachsenenbildung, Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Forschungsprojekt: „Aufarbeitung der Vergangenheit in russischen, ukrainischen und polnischen Bildung Erwachsener“. Regieassistentin und Dolmetscherin bei mehreren Dokumentarfilmen von Volker Koepp über Ost- und Mitteleuropa.

Dr. phil Anke Pfeifer, Berlin - z.Zt. freiberuflich als Lehrbeauftragte, wiss. Autorin und Übersetzerin aus dem Rumänischen tätig; Studium der Romanistik in Berlin und Bukarest; Forschung und Lehre u.a. in Berlin, Frankfurt/Oder, Potsdam, Leipzig, Jena, Bukarest; zahlreiche Publikationen zur rumänischen Literatur und Kultur.

Volker Koepp - geboren am 22. Juni 1944 in Stettin, absolviert nach dem Abitur 1962 zunächst eine Lehre als Maschinenschlosser mit Facharbeiter-Abschluß. Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg. Für sein künstlerisches Gesamtwerk erhielt Volker Koepp 2005 den Georg Dehio-Kulturpreis des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

In Zusammenarbeit mit dem rumänischen Kulturinstitut "Titu Maiorescu".

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut Titu Maiorescu
Königsallee 20 a.- Berlin-Grunewald

Verkehrsverbindungen: S 4 und S 45 Halensee - S 7 und S 9 Grunewald - Bus M 19 Erdener Straße

In Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Kulturinstitut

Dienstag, den 20. Dezember, 19.00 Uhr

Jour Fixe

Prof. Dr. Anton Sterbling

Der Niedergang der kommunistischen Herrschaft und das Ende des Ceausescu-Regimes -Strukturgeschichtliche Betrachtungen

- Aus Anlass der 22zigsten Jahrestage der Rumänischen Revolution -

Am Abend des 20. Dezember 1989, vor genau 22 Jahren, gab Ceausescu in einer Fernsehansprache die blutigen Geschehnisse in Timisoara zu. Seine im ganzen Land ausgestrahlte Rede hatte zur Folge, dass die Unruhen auf Bukarest und andere Städte übersprangen. Der 20. Dezember war insofern von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der revolutionären Ereignisse, die am 16. Dezember in Timisoara begannen und zum Umsturz des Ceausescu-Regimes führten.

Die Rumänische Revolution von 1989 bestand aus einer schließlich das ganze Land umfassenden Kette von Demonstrationen, Unruhen und Straßenkämpfen. Das Ende der Revolutionstage kann man auf den 27. Dezember datieren. An diesem Tag strahlte das Fernsehen die Aufzeichnung der Hinrichtung von Nicolae Ceausescu und seiner Frau Elena aus, die am 25. Dezember nach einem neunzig Minuten dauernden Schauprozess exekutiert worden waren.

Rumänien war das letzte Land im Herrschaftsbereich der Sowjetunion, in dem die mutigen Aufstände des Volkes die kommunistischen Machthaber abschüttelten. Konnte die rumänische Revolution gelingen, weil sich schon seit den achtziger Jahren der politische und ökonomische Niedergang der kommunistischen Regime in ganz Ost-Europa abzeichnete? Welche historischen Faktoren bestimmten die demokratische Wende 1989/90 und die spätere Europäisierung Rumäniens? Die Proteste gegen das Ceausescu-Regime begannen in Timisoara, der wichtigsten Stadt des Banat – Zufall oder Notwendigkeit?

Ort:

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse, 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

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Prof. Dr. Anton Sterbling hat eine Professur für Soziologie und Pädagogik an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg (Oberlausitz) und stammt aus dem Städtchen Großsanktnikolaus (SLnicolau-Mare) im westlichen Banat. Sterbling gehört zu den Gründungsmitgliedern der „Aktionsgruppe Banat“, die sich Anfang der 1970ziger Jahre von einem literarisch ausgerichteten Zirkel zu einer politischen Gruppierung entwickelte (Mitglieder u.a. William Totok, Herta Müller, Richard Wagner).

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Nächster Jour Fixe am Donnerstag, den 26 Januar 2012 in Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut: Dr. Silvia Zimmermann und Dr. Gabriel Badea-Paun über Königin Elisabeth von Rumänien, die als die Schriftstellerin „Carmen Silva“ Rumänien in Europa populär machte und ein Star der Belle Epoque wurde. (im RKI)

 

Mittwoch, den 16. November, 19.00 Uhr

Jour Fixe

Joachim Krauss M.A., Berlin:

„Alles über Zigeuner?“
Wie siebenbürgisch-ungarische Beiträge das moderne Zigeunerbild prägten

Die Roma aus Rumänien und anderen Balkanstaaten, die seit 2009 verstärkt in die Hauptstadt einwandern, sind regelmäßig Thema der Berliner Tageszeitungen. Zweifellos bemühen sich die Berichte über die Roma um Objektivität und Fairness. Jedoch entdecken Soziologen und Historiker, die sich mit der sogenannten „Zigeunerforschung“ befasst haben, bei genauerer Betrachtung altbekannte Vorurteile und Stereotypen, mit denen das „Fahrende Volk“ charakterisiert wird. Das moderne Zigeunerbild ist immer noch gezeichnet von Romantik und Rassismus. Einerseits die romantisierende Prägung durch Operetten und Schlagerschnulzen, andererseits die rassistische Diffamierung der Roma als faul, kriminell, unzuverlässig. Woher kommt dieses Zigeunerbild, das sich in Mitteleuropa festgesetzt hat? Wie kommt es, dass Menschen, die noch nie einen Roma gekannt haben, dieses negative Zigeunerbild haben? Der Historiker Joachim Krauss hat die Herausbildung des Zigeunerbildes in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verortet. Im Jahr 1783 erschien die Schrift „Die Zigeuner“ das Göttinger Theologie-Professors Heinrich Moritz Gottlieb Grellmann, die auch den Bücherschrank von Goethe und Herder zierte und die das Negativbild begründete, das sich seither durch Literatur, Politik, Medien und Wissenschaft zieht. Grellmann betrieb zum Thema „Zigeuner“ (auch nach damaligen Ansprüchen!) keinerlei Forschung. Das Wissen, das er in diesem Standardwerk der „Zigeunerforschung“ zusammentrug, ist, kurz gesagt: abgeschrieben. Grellmann bezog seine Informationen aus südosteuropäischen Quellen. Besonders ergiebig waren z.T. über hundert Jahre alte Reiseberichte, Zeitschriften und Briefe, die in Siebenbürgen und Ungarn erschienen bzw. verfasst worden waren. Grellmann übernahm diese Quellen ungeprüft. Sie bildeten die Grundlage für eine weitere Überzeichnung des Negativbildes in den folgenden Jahrzehnten.

Der Berliner Historiker Joachim Krauss M.A. hat zahlreiche Publikationen zur Problematik des „Zigeunerbildes“ erarbeitet. Krauss veröffentlicht regelmäßig im Jahrbuch für Antisemitismusforschung und in der Zeitschrift für Balkanologie.

ORT:

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse, 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

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Aus Anlass des 22zigsten Jahrestages der rumänischen Revolution vom Dezember 1989: Prof. Dr. Anton Sterbling: „Der Niedergang der kommunistischen Herrschaft und das Ende des Ceausescu-Regimes. Strukturgeschichtliche Betrachtungen." Jour Fixe am Dienstag, den 20. Dezember, 19.00 Uhr, im „Leonhardt“.

Freitag, den 04. November 2011, 19.30 Uhr

Lesung mit musikalischer Begleitung

Edith Ottschofski liest aus ihrem Gedichtband:

der schaum der wörter

Johannis Reeg Verlag Bamberg, 2010

Klang- und Wortbild sind für diese Gedichte wichtig: Manchmal erschließt sich ein "Sinn" erst über das Lautlesen, wie auch das optische Bild der Verse und verrückte Buchstaben ei-nen hohen ästhetischen Reiz ausüben. Hier mag jemand übliche Sprache nicht einfach benutzen; hier will jemand Sprache erschaffen - ohne dabei eine neue Lexik zu erfinden. Die Autorin schreibt in einer eigenen "Weltsprache", sie nutzt zahlreiche Eigenschöpfungen, Dialekt und vor allem romanische Sprach-Einsprengsel. Man muss sich auf diese Texte, auf deren Spiel mit Realität, Assoziation, Klang und von fern aufscheinende Erinnerung einlassen - dann haben Hörer und Leser Gewinn.

Matthias Biskupek

Mihai V. Iliescu begleitet die Lesung auf der Konzertgitarre

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“,
Koenigsallee 20A,
14193 Berlin-Grunewald,

Tel.: Tel. 030 - 890 61 987,
Fax. 030 - 890 61 988,
E-mail: office@rokultur.de

Verkehrsverbindungen:

S41, S42, S45, S46, S47 Halensee, S7, S9 Grunewald, Bus 119 Erdenerstraße

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Edith Ottschofski ist 1964 in Temeswar geboren. Sie studierte Französisch und Deutsch an der Universität ihrer Heimatstadt. 1990 reiste sie in die Bundesrepublik aus. Nach einem Aufbaustudium in Freiburg zog sie 1995 nach Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität sowie als freie Journalistin und Übersetzerin arbeitet. Sie schrieb für das DeutschlandRadio Berlin Features über I. L. Caragiale, Oskar Pastior und Gellu Naum und Rezensionen für Zeitungen und Zeitschriften. Sie veröffentlicht Gedichte und Prosa in Zeitschriften.

Mihai Victor Iliescu ist 1975 in Bukarest geboren, wo er seine musikalische Ausbildung im Alter von 5 Jahren begann. Er studierte bei Nicolae Epureanu, dem Vater der klassischen Gitarre in Rumänien. In seiner langjährigen Laufbahn als Konzertgitarrist erhielt M. Iliescu zahlreiche Preise auf nationalen Festivals und spielte als Solist mit allen größeren Symphonie-orchestern in seinem Heimatland sowie in Italien.

Freitag, den 28. Oktober 2011, 18:00 Uhr


Mitgliederversammlung

am Freitag, den 28. Oktober 2011
18:00 - 21:00 Uhr

Ort

Rumänisches Kulturinstitut, Königsallee 20A, 14193 Berlin
(S Bahnhöfe Halensee oder Grunewald, Bus M 19 - Erdener Straße)


Musikalisches Rahmenprogramm

Duo Sebastian Konkol und Robert Gromotka mit Gitarre, Oud und Kontrabass

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Kleiner Empfang im Anschluss

 

Mittwoch, den 26. Oktober 2011, 19.00 Uhr

Jour Fixe

Adriana STANESCU, Berlin
Gesandte - Stellvertreterin des Botschafters von Rumänien

„Die Donaustrategie der EU – was bedeutet sie für Rumänien?“

Vortrag und Diskussion
anschliessend kleiner Umtrunk

Die Donaustrategie der EU umfasst vierzehn Länder, davon acht EU-Mitgliedstaaten (Bulgarien, Deutschland, Österreich, Rumänien Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn), durch die der Strom fließt oder die im Einzugsbereich des fast 3000 Kilometer langen Flusses liegen. Rumänien ist stärker betroffen als andere Länder, denn Rumänien hat den größten Anteil an der Donau. Beispielsweise liegen dreiviertel des gewaltigen Donaudeltas (an der Grenze zu Moldavien und der Ukraine) auf rumänischen Territorium und die Donau bildet eine 500 Kilometer lange Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien. Rumänien hat deshalb ein großes Interesse an der Entwicklung und tatsächlichen Umsetzung der „Donaustrategie“, die Anfang des Jahres verabschiedet wurde. Ziel der EU ist, Projekte anzustoßen, bei denen die teilweise kulturell, sprachlich und politisch getrennten Regionen an den Ufern des Flusses grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Zweifellos ist die EU-Donaustrategie auch ein Friedensprojekt insofern, als die nachbarschaftlichen Beziehungen der durch den Fluss getrennten und zugleich verbundenen Staaten und Regionen verbessert, alte Feindschaften befriedet werden sollen. Sinnvolle Projekte gäbe es mehr als genug: die Donau- Binnenschifffahrt verspricht sich durch tiefere Fahrrinnen einen Aufschwung; die Straßen und Zugstrecken entlang des Flusses müssten ausgebaut, der Tourismus und der kulturelle Austausch gefördert, zerstörte Brücken wiederhergestellt und neue gebaut und zugleich die im Donauraum besonders vielfältige Flora und Fauna durch Umweltgesetze geschützt werden. Solche Projekte gemeinsam, über Grenzen hinweg zu entwickeln verlangt von Rumänien, den anderen EU-Neulingen oder EU-Anwärtern einen idealistischen Kraftakt. Diese Aufgabe kann nur gelingen, wenn der gesamte private Sektor mitmacht, also die Organisationen der Zivilgesellschaft, Bürgerinitiativen, Nicht-RegierungsOrganisationen und, natürlich, die private Wirtschaft. Wie bereitet sich Rumänien auf diese neue Herausforderung vor?

Adriana Stanescu ist seit August Gesandte und Stellvertreterin des rumänischen Botschafters in Berlin. Sie war zuvor sechs Jahre lange in Wien, zuletzt als Geschäftsträgerin der Botschaft von Rumänien. Davor arbeitete sie u.a. im Bukarester Verteidigungs-und Außenministerium.

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut
Königsallee 20 A
Berlin 14193 (Grunewald)
(S-Bahn Station Grunewald, Bus M 19 )

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November-Jour Fixe am 16. November im „Leonhardt“: der Historiker Joachim Krauß M.A. über das vorurteilsbeladene Bild des „Zigeuners“, das Ende des 18. Jh. vor allem durch siebenbürgisch/rumänisch/ungarische Literatur und Reiseberichte entstand.

Montag, den 26. September 2011, 19.00 Uhr

Gernot Erler MdB

„Die Donaustrategie der EU - ein europäisches Jahrhundertprojekt“ Vom Grenzfluss zum Strom der europäischen Einheit

Vortrag und Diskussion

Anschließend kleiner Umtrunk

Vierzehn Länder, davon acht EU-Mitgliedstaaten (Bulgarien, Deutschland, Österreich, Rumänien Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn) durchquert die Donau auf ihrem Weg von der Quelle im Schwarzwald bis zum Donaudelta zwischen Rumänien, Moldavien und der Ukraine, wo sie ins Schwarze Meer mündet. Der Lebensstandard der 115 Millionen Menschen, die in den Anrainerstaaten leben, verschlechtert sich von West nach Ost; die sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten könnten gegensätzlicher nicht sein. Trotz aller Unterschiede gibt es ein gemeinsames, verbindendes Thema: die Donau. Der Fluss schafft vielfältige Probleme, die alle betreffen (Hochwasser, verseuchtes Wasser, begrenzte Schifffahrt) aber auch Vorteile, von denen alle Anrainer profitieren (bezaubernde Landschaften, Tourismus, Fischfang). Anfang des Jahres verabschiedete die EU ihre „Donaustrategie“, die Projekte anstoßen will, bei denen die Regionen an den Ufern des Flusses grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Die Donau- Binnenschifffahrt verspricht sich durch tiefere Fahrrinnen einen Aufschwung; die Straßen und Zugstrecken entlang des Flusses sollen ausgebaut, der Tourismus gefördert, zerstörte Brücken wiederhergestellt und neue gebaut werden. Wie will die EU konkrete Projekte anregen, aussuchen, finanziell fördern? Welche Konflikte zwischen Naturschutz und Wirtschaftsförderung, zwischen Umweltschutz und Gütertransport zeichnen sich ab? Kann die Donaustrategie die nachbarschaftlichen Beziehungen der durch den Fluss getrennten Staaten verbessern, alte Feindschaften befrieden?

Gernot Erler MdB, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft, von 2005-2009 Staatsminister im Auswärtigen Amt, Vorsitzender des Deutsch-Bulgarischen Forums, ist einer der profiliertesten deutschen Ost-Europa-Politiker.

Ort:
Europäische Akademie Berlin
Bismarckallee 46-48
14193 B-Grunewald

Verkehrsverbindung:
Bus M 19 Haltestelle Taubertstrasse

Anmeldung:
Bitte anmelden: eab@eab-berlin.eu oder Tel. 89 59 51 0)

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Jour Fixe im Oktober: Frau Brandusa Predescu, Generalkonsulin von Rumänien (München): „Die Donaustrategie der EU – aus rumänischer Sicht“ Datum und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben!

Mittwoch, 22. Juni 2011, 18.00 Uhr

VORTRAG von und mit Dr. Ottmar Trasca

ORT:

Raum 338 des Berliner (Roten) Rathauses (3. Etage; Zugang über Toreinfahrt Jüdenstraße, Fahrstuhl im Hof)

REFERENT:

Dr. Ottmar TRASCA, Leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte George Baritiu, Cluj-Napoca, Außenstelle der Rumänischen Akademie der Wissenschaften, sowie Dozent an der Babes-Bolyai-Universität, Fachbereich für Geschichtswissenschaften und Philosophie, Cluj/Kolozsvár/ Klausenburg

VORTRAG (auf deutsch; mit anschließender Diskussion):

Minderheitenpolitik im Stalinismus: Das Autonome Ungarische Gebiet in Rumänien von 1952 bis 1968

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; Gäste (bzw. Ihre Begleitung[en]) sind herzlich willkommen; der Eintritt ist für alle Teilnehmer frei.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von Deutsch-Ungarischer Gesellschaft e. V. (DUG), Sitz Berlin, und Osteuropa-Zentrum Berlin (OEZB) sowie mit freundlicher Beteiligung der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e. V. Berlin

Dienstag, den 14. Juni, 19.00 Uhr

Jour Fixe

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse, 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

„Studierstube Bundestag“

- Erfahrungen, Erlebnisse, Erkenntnisse, Ergebnisse -
Fünf junge Rumäninnen und Rumänen berichten über ihr
Praktikum im Deutschen Bundestag

Sie haben ihr Studium hinter sich und sind mit einem hervorragenden Abschluss nach Berlin gekommen. Sie haben in Bukarest, Cluj, Brasov und Iasi Geschichte, Politik, Soziologie, Europarecht, Betriebs- und Wirtschaftswissenschaften und Jura studiert. Sie haben während ihres Studiums einiges über die rumänische Politik gelernt. Jetzt können sie Vergleiche ziehen zum deutschen Politikbetrieb. Sie haben ein Jahr lang als Praktikanten im Deutschen Bundestag gearbeitet und aus nächster Nähe beobachtet, wie die parlamentarische Demokratie in der Bundesrepublik funktioniert und wie sich Regierung und Opposition manchmal die Bälle zuwerfen.
Der Bundestag von innen – aus rumänischer Sicht: Alina Trusca, Matei Ladea, Anna Laszlo, Mircea Zahacinschi und Carla Ehrmann werden uns Rede und Antwort stehen. Sie haben bei Abgeordneten der CDU/CSU, der FDP und der SPD miterlebt, wie in den Fraktionen die mühsamen Prozesse der Politikgestaltung und Entscheidungsfindung mit beeinflusst werden. Mit welchen Erkenntnissen und Ergebnissen reisen sie zurück nach Rumänien? Und wie meinen sie, ihrem Land, der jungen rumänischen Demokratie, nützen zu können?


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Nächster Jour Fixe: nach der Sommerpause (Juli / August) im September. Thema, Datum und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben!

Mittwoch, den 25. Mai, 19.00 Uhr

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse, 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

Iulia Dondorici (Berlin)

stellt das von ihr herausgegebene Buch vor:

„Rumänien Heute“

InnenAnsichten – Außenansichten von 19 rumänischen und deutschen Autoren aus Wissenschaft, Kunst und Medien

Was wissen die Deutschen von Rumänien? Allermeistens nur das, was die knappe, oberflächliche Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen zu vermitteln versucht. Dieser Sammelband will mit Vorurteilen aufräumen und Rumänien in seiner ganzen Vielfalt, mit allen gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten und Problemen darstellen. Iulia Dondirici hat 19 überwiegend junge Soziologen, Historiker, Schriftsteller und Filmschaffende gebeten, zu fünf unterschiedlichen Themenbereichen Stellung zu beziehen: begutachtet werden nicht nur der Umgang mit den Nachwirkungen der 1989-Revolution und der gesamte Transformationsprozess der ersten zehn Jahre danach, sondern auch die Rolle Rumäniens in der EU. Auch für Rumänien heikle Themen wie die Situation der Minderheiten, aktuelle antisemistische und rechtsextremistische Tendenzen und das Nationalismus- und IdentitätsThema werden aufgegriffen. Iulia Dondorici hat rumänische und deutsche Autoren versammelt, um, wie sie schreibt, einen „Doppelten Blick“ und damit die Innen-und die Außenperspektive zu gewährleisten, um Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in den Analysen deutlich zu machen.

Iulia Dondorici wurde 1979 in Tirgoviste geboren und lebt seit 2001 in Berlin. Sie studierte rumänische und englische Philologie in Bukarest und Berlin, promoviert an der Humboldt-Universität Berlin zur rumänischen Literatur der Moderne, arbeitet als Journalistin und Übersetzerin und veröffentlichte zahlreiche Artikel in rumänischen und deutschen Zeitschriften.


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Nächster Jour Fixe: Voraussichtlich 1. Hälfte Juni: Sechs Rumänische Bundestags-Praktikanten berichten vor ihrer Rückkehr von ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen. Termin und Ort werden noch bekannt gegeben.

 

Donnerstag, den 7. April, 19.00 Uhr

Jour Fixe

Pfarrer Mönchpriester Clement Lodroman, Berlin

„Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Berlin“

- Probleme, Aufgaben, Rituale - Vortrag, Lichtbilder, Musik und Diskussion

In Deutschland weiß man nicht viel über die Rumänisch-Orthodoxe Kirche, die größte Glaubensgemeinschaft in Rumänien, und ihre Rituale. Ihr gehören ungefähr zwanzig Millionen Rumänen an, etwa 87 Prozent der Bevölkerung. Die „Biserica Ortodoxa Româna“ ist nach der Russischen Orthodoxen Kirche / Patriarchat Moskau die zahlenmäßig zweitgrößte orthodoxe Kirche in der Welt. Der Heilige Synod umfasst 42 Bischöfe. Seit der Revolution 1989 und dem Sturz von Nicolae Ceau?escu suchen mehr Menschen als zuvor Stärkung im Glauben und in der Religion; die rumänisch-orthodoxe Kirche erlebt seither einen regelrechten Aufschwung. Es gibt inzwischen 15 theologische Fakultäten und über 500 Klöster mit mehr als 8000 Mönchen und Nonnen. In Berlin zählt die rumänisch-orthodoxe Gemeinde rund 800 Mitglieder, um die sich seit bald zwei Jahren der Mönchpriester Clement Lodroman kümmert, unterstützt von einem neunköpfigen Kirchenvorstand. Seine kirchlichen Aufgaben und die Sozialarbeit sind vergleichbar den Pflichten anderer Priester, mit einem Unterschied: die rumänisch-orthodoxe Kirche in Berlin ist eine Exilkirche. Die Betreuung von neu in Berlin angekommenen Rumänen und ihrer Familien gehört folglich zu den wichtigsten Aufgaben und hier wiederum ist die schwierigste seelsorgerische Arbeit die Fürsorge für die rumänischen Roma-Familien. Da die Kirche sich aus freiwilligen Spenden finanziert und Lodroman letzten Endes über kein festes Einkommen verfügt, ist die Finanznot der Gemeinde ein permanentes Problem, zumal rund 1,6 Millionen Euro für den Bau einer neuen Kirche gebraucht werden. Wenn er nicht gerade im Großraum Berlin unterwegs ist, beaufsichtigt Clement Lodroman die Baustelle für eine neue Kirche an der Heerstraße in Berlin-Westend. Sein Vorgänger Constantin Mihoc starb 2009, als er bei den Bauarbeiten selber mit Hand anlegte, nach einem Sturz vom Baugerüst. Wie Mihoc will Lodroman eine Kirche im Stil der Klöster der Bukowina bauen, mit einem 25 Meter hohen Turm und kleinen Türmen auf zwei Seitenschiffen. Pater Lodroman wird heute Abend über seine Aufgaben sprechen, und uns mit Bildern und Musikbeispielen die wunderbaren Osterrituale der rumänisch-orthodoxen Kirche nahe bringen.

im

Rumänischen Kulturinstitut,
Königsallee 20 A,
Berlin 14193 (Grunewald)
(S-Bahn Station Grunewald, Bus M 19 )

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Nächster Jour Fixe: Mittwoch, 25. Mai, 19.00 Uhr im „Leonhardt“: Iulia Dondorici stellt ihr neues Buch „Rumänien Heute“ vor, in dem renommierte rumänische Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller die Rolle Rumänien in Osteuropa untersuchen. Sie blicken von Westeuropa aus auf das Land, ohne die rumänischen Innenansicht zu vernachlässigen.


Mittwoch, den 23. März, 19.00 Uhr

Jour Fixe

Rechtsanwalt Axel Bormann (Berlin / Bukarest)

„Auf der langen Bank: Rumäniens Justizreform“

Von den Schwierigkeiten, in Rumänien zu seinem Recht zu kommen

Vortrag und Diskussion

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ist überlastet mit Beschwerden rumänischer Bürger, die ein „Menschenrecht“ besonderer Art einklagen: sie möchten ihre Immobilien oder sonstige Vermögenswerte zurück haben, die vor 1989 von den Kommunisten enteignet wurden und sie berufen sich dabei auf das rumänische Restitutionsgesetz von 2001. Beim Europäischen Gerichtshof landen diese Ansprüche, weil sie bei den rumänischen Justizbehörden nicht durchgesetzt werden konnten. Einer der spektakulärsten Fälle, der in der Boulevard-Presse genüsslich ausgebreitet wurde, ist die Re-Privatisierung des Luxus-Hotels „Lido“ in Bukarest, das nach über zehn Prozess-Jahren schließlich wieder bei den ursprünglichen Eigentümern, der Familie Angelescu, landete. Dass dieser Fall sich so lange hinzog, führen Kenner des rumänischen Justizsystems darauf zurück, dass mächtige ökonomische Interessenten-Gruppen durch Schmiergeld-Zahlungen die Rückgabe des Hotels nebst „Filet-Grundstücks“ verhindern wollten.

Die EU-Kommission in Brüssel spricht in ihrem letzten Bericht zu Rumänien zwar höflich und verklausuliert von der „mangelnden Leistungsfähigkeit der Justiz“ - gemeint aber ist unzweideutig: Die kaum nachweisbare Anfälligkeit der Justiz für Bestechlichkeit und Korruption ist eines der schwierigen Probleme Rumäniens. Jetzt soll eine große, durchgreifende Justizreform den Bürgern und ausländischen Investoren mehr Rechtssicherheit und damit mehr Recht geben. Neue Gesetzbücher mit neuen, modernen Straf-und Zivilrechtlichen Vorschriften sind in Arbeit. Wer jemals in Rumänien mit der Polizei oder mit Gerichten zu tun hatte – weil er einen kleinen Verkehrsunfall hatte oder das Auto gestohlen oder er von einem Vermieter betrogen wurde – kann ein Lied davon singen, wie sich Gerichtsverfahren hinschleppen, unter anderem auch, weil bei allen Terminen Präsenz verlangt wird. Mit der Justizreform sollen die Verfahren vereinfacht und damit beschleunigt werden.

Rechtsanwalt Axel Bormann kennt die Tricks und Kniffe der rumänischen Justiz seit bald acht Jahren aus nächster Nähe. Er ist Wissenschaftlicher Referent am Institut für Ostrecht München und dort für die Rumänien und Republik Moldau zuständig. Ein weiterer Schwerpunkt ist die juristische Vertretung beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit 2003 ist er Rechtsanwalt bei dtb Rechtsanwälte Berlin/Bukarest, die in erster Linie Mandanten bei ihrem wirtschaftlichen Engagement in Rumänien beraten. In der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft ist Axel Bormann Mitglied des Beirats.

ORT:

im „Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse, 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenbg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)

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Nächster Jour Fixe am Donnerstag, den 7. April, im Rumänischen Kulturinstitut in Grunewald: Pater Clement Lodroman, Berlin, „Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Berlin: alte Probleme – neue Aufgaben“

Dienstag, 8. März 2011, 18.30 Uhr

Buchvorstellung

Kronstadt in Siebenbürgen
Eine kleine Stadtgeschichte

von Harald ROTH

(Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2010)

Einladung

ORT:

Collegium Hungaricum Berlin (CHB),
Dorotheenstraße 12,
10117 Berlin-Mitte

Begrüßung:

Klaus RETTEL, Deutsch-Ungarische Gesellschaft e.V. Berlin

Dr. Gerhard KÖPERNIK, Deutsch-Rumänische Gesellschaft e.V., Berlin

Hansgeorg von KIILLYEN, Heimatortsgemeinde (HOG) Kronstadt

Anschließend wird der Autor, begleitet von reichhaltigem Bildmaterial, durch Geschichte und Gegenwart Kronstadts führen.

Mit freundlicher Unterstützung des CHB.

Donnerstag, 3. März 2011, 19.00 Uhr


ORT:
Rumänisches Kulturinstitut Titu Maiorescu
Königsallee 20 a.- Berlin-Grunewald

Einladung

Mihaela Niemczik-Arambasa, M. A.
Alltag im moldauisch-rumänischen Grenzraum

Prof. Dr. Wilfried Heller
Einführung in das von der VW-Stiftung 2006 - 2010 geförderte Projekt
« Alltag am östlichen Rand der EU (Rumänien / Rep. Moldau)»

Seit dem EU-Beitritt Rumäniens wird ein Visum für die Einreise aus der Republik Moldau benötigt. Die Grenze zwischen Rumänien und der Republik Moldau entlang des Flusses Pruth (684 km) trennt seitdem nicht nur zwei souveräne Staaten, sie bildet auch die aktuelle Außengrenze der EU.
Der Fluss trennt damit den „Westen“ (Rumänien) vom „Osten“ (Republik Moldau) und zugleich die rumänische Region Moldau von der Republik Moldau.

Was bedeutet diese Grenze heute für das Alltagsleben der moldauischen Grenzbevölkerung? Wie geht die Bevölkerung mit der neuen Qualität der undurchlässiger gewordenen Grenze um? Welche Rolle spielt die nationale Identität im Alltag der Moldauer? Oder spielt sie überhaupt eine Rolle?

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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wilfried Heller (Potsdam/Göttingen)
Geboren in Littmitz/Böhmen, Studium der Geographie, Germanistik und Geschichte in Erlangen und Heidelberg, Promotion 1969 in Heidelberg, Habilitation 1978 in Göttingen, 1979 -1982 am Ministerium für Wissenschaft und Kunst Niedersachsens in Hannover, 1982 -1994 Professor für Geographie an der Uni Göttingen, 1994 - 2007 Univ.-Prof. für Sozial- und Kulturgeographie in Potsdam.

In Würdigung seiner langjährigen Forschungen und Publikationen zur Landesentwicklung Rumäniens sowie seiner Verdienste um die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Fachkollegen verlieh die Universität Bukarest ihm 1999 den Titel eines Professors honoris causa und 2006 eines Dr. h.c. 2003 war ihm in Klausenburg die Ehrendoktorwürde verliehen
worden. Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit sind die Migrations- und Grenzraumforschung. Er baute wissenschaftliche Kontakte zum ost- und südosteuropäischen Raum auf, insbesondere zu Rumänien.

Mihaela Niemczik-Arambasa, M.A. (Potsdam)
Geboren 1980 in Bukarest, 1999 - 2003 Studium an der Universität Bukarest; Hauptfächer Geographie und Französisch, 2003 Abschlussarbeit „Die demographische Entwicklung und die Siedlungen der deutschen Minderheit aus dem Kreis Hermannstadt (Sibiu), 2003 - 2004 Studium Humangeographie in Potsdam und 2004 - 2006 in Bukarest; seit 2006 Doktorandin in Potsdam bei Prof. Dr. Heller zum Thema "Alltag am östlichen Rand der EU: Raumaneignungen der Bevölkerung im Grenzraum Rumänien/Republik Moldau".

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Rumänischen Kulturinstitut

Verkehrsverbindungen: S 4 und S 45: Halensee - S 7 und S 9 Grunewald - Bus M 19: Erdener Straße

28. Februar 2011, 19. 00 Uhr

Jour Fixe

am
Montag, den 28. Februar 2011, 19. 00 Uhr
im „Studio Niculescu“
Oranienstrasse 163 in
Berlin- Kreuzberg
(U-Bahn Moritzplatz / U-Bahn Kottbusser Tor)

Prof. Violeta Dinescu (Oldenburg):

Magische Momente der Modernen Musik
„Die Rumänischen Komponistinnen des 20. und 21. Jahrhunderts“
- Vortrag mit Musikbeispielen -

Als die rumänische Komponistin Violeta Dinescu im Jahr 1982 in jungen Jahren nach Deutschland kam, hatte sie sich in der Fachwelt bereits einen Namen gemacht: die Partituren ihrer Kompositionen wurden in Deutschland schon vertrieben, als sie noch in Bukarest an der Musikschule „George Enescu“ unterrichtete. Ihre profunde Ausbildung am Klavier, in Kompositionslehre und Pädagogik am Bukarester Konservatorium erleichterten ihr den Einstieg im Westen. Als erstes übernahm sie eine Lehrverpflichtung an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. Sie unterrichtete an der Musikhochschule Frankfurt/M. und an der Fachakademie für Kirchenmusik Bayreuth, bevor sie 1996 an der Universität Oldenburg eine Professur für angewandte Komposition erhielt. Ihre ersten Kompositionen entstanden 1974/75. Die dramatische KammerOper „Hunger und Durst“ mit Texten von Eugene Ionesco verschaffte ihr 1986 internationale Anerkennung.
Heute gilt Violeta Dinescu als eine der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit. Ihr Werk umfasst mehrere Opern, darunter zwei Kinderopern –am bekanntesten „Der 35 Mai“ – Filmmusik, Ballettkompositionen, Chorliteratur und Instrumentalmusik. Ihre Oper „Erendira“ war im Jahr 2002 im Oldenburger Staatstheater stets ausverkauft und wurde so oft auf den Spielplan gesetzt wie sonst nur das gängige Repertoire. Das ist für zeitgenössische Musik immer noch eine Ausnahme! Als Studentin erforschte sie bei Reisen in entlegene Karpaten-Dörfer die Ursprünge der rumänischen Musiktradition. So sind ihre Kompositionen unverkennbar durch ihre rumänische Herkunft geprägt, allerdings ohne mit folkloristischen Klängen um die Gunst des Publikums zu werben.
Violeta Dinescu sagt von sich, sie wäre nicht so weit gekommen, wenn sie in Deutschland aufgewachsen wäre: „In Rumänien musste ich nie beweisen, dass eine Frau komponieren kann. Wenn ich ständig gegen Vorurteile hätte kämpfen müssen, dann hätte ich irgendwann etwas anderes gemacht.“ Rumänien hat - außer Violeta Dinescu – in den letzten Jahrzehnten eine Reihe wunderbarer Komponistinnen hervorgebracht, darunter die von ihr verehrte große Myriam Marbe (1931-1997), ihre Bukarester Lehrerin. Beim Jour Fixe wird Violeta Dinescu die zeitgenössischen rumänischen Komponistinnen vorstellen und mit Musikbeispielen in deren Werke einführen. Stets gelingt es der genialen Lehrerin Violeta Dinescu in ihren Gesprächskonzerten, beim Publikum Vorurteile und Hemmschwellen gegenüber der zeitgenössischen Musik abzubauen. So gewiss auch an diesem Abend!

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Nächster Jour Fixe am Mittwoch, den 23. März im „Leonhardt“, Stuttgarterplatz 21, Charlottenburg: Rechtsanwalt Axel Bormann (Bukarest/Berlin), Mitglied im Beirat der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft, über „Justiz, Recht und Gerechtigkeit in Rumänien.“

Mittwoch, den 19. Januar 2011, 19. 00 Uhr

Einladung

zum Jour Fixe

im „Cum laude“

Universitätsstr. 4, 10117 Berlin, Tel. 030-2082883
(U+S-Bahnhof Friedrichstraße., Bus 100,Tram M1, 12 )

“Meine Haut wie ein Sieb”
Der rumänische Schriftsteller M. Blecher (1909-1938)

Ernest Wichner
über das kurze Leben und das großartige Werk
des wiederentdeckten Dichters
-Vortrag, Lesung und Diskussion -


Als seine Bücher in den 1930er Jahren erstmals erschienen, waren die Kritiker begeistert: seine enorme Prosa wurde mit Franz Kafka und Gottfried Benn verglichen. Seine Sprache verwandle Salvador Dalis Malerei in Literatur, so schwärmte die rumänische Avantgarde. Dennoch dauert es nach seinem frühen Tod fast siebzig Jahre, bis M. Blecher allmählich weltweit die Anerkennung und Bekanntheit erfährt, die seinem Werk gebührt. Der Schriftsteller stammt aus dem kleinen moldauischen Städtchen Roman, dort ist er auf dem jüdischen Friedhof begraben. In seinem Todesjahr begann in Rumänien die systematische und offizielle Diskriminierung der rumänischen Juden und das erklärt auch, warum sein Name und sein Werk in den Jahren des Faschismus und des Kommunismus aus den Erinnerungen gelöscht wurden. Über seinen 1936 erschienenen Roman „Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit“ schreibt Herta Müller: „Wahrscheinlich fürchtete man sich vor diesem Buch, weil es einer beklemmenden Wahrhaftigkeit das Wort redet“. Max, oder: Marcel, wie er sich in seinen Briefen nannte, oder Maniu, wie seine Familie ihn rief, bestand als Schriftsteller auf dem Initial M. Blecher. Sein Werk ist geprägt von dem Leiden an der Knochentuberkulose, die bei ihm diagnostiziert wurde, nachdem er mit neunzehn aus der rumänischen Provinz nach Paris kam, um dort Medizin zu studieren. Fortan verbrachte er sein Leben liegend, teilweise in Gips, zunächst in Sanatorien, bis er nach Roman zurückkehrte, wo er mit 29 Jahren starb.

Ernest Wichner hat durch seine Übersetzungen die Romane von M. Blecher der Vergessenheit entrissen. Darüberhinaus hat Wichner, Gründungsmitglied der „Aktionsgruppe Banat“, Schriftsteller, Leiter des Literaturhauses Berlin, über das Leben Blechers und seiner Familie recherchiert – die Ergebnisse wird er uns vortragen.

Mittwoch, den 15. Dezember 2010, 19. 00 Uhr

EINLADUNG

zum Jour-Fixe

Thema:

Die Securitate, die Schatten der Vergangenheit und die CNSAS
im Jahr einundzwanzig nach der Rumänischen Revolution

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Georg Herbstritt

Zehn Jahre nach der rumänischen Revolution, im Jahr 1999, wurde die CNSAS, die rumänische Behörde zur „Aufarbeitung“ der Spitzel-und Terrorjahre der Securitate, gegründet. Sie sollte nach dem Vorbild der deutschen Stasi-Unterlagenbehörde funktionieren. Fast 21 Jahre seit der Dezember-Revolution ist es Zeit für eine erste Bilanz: wie arbeitet die CNSAS, welche Schwierigkeiten gab es zu Anfang, welche heute, interessieren sich rumänische Bürger für „ihre“ Akten, wie einfach oder schwer ist es für Securitate-Opfer, die Akten zu studieren?

Vermutlich rund zwei Millionen Securitate-Akten lagerten nach dem Ende der Ceausescu-Diktatur in den Archiven, schätzungsweise 400.000 Menschen arbeiteten im gesamten Zeitraum der kommunistischen Diktatur permanent oder von Fall zu Fall „inoffiziell“ für die Securitate. Nach der Dezember-Revolution von 1989 wurden die Akten tonnenweise verbrannt, vergraben oder sonstwie beiseite geschafft, denn die rumänische Nomenklatura hatte – ähnlich wie in der Ex-DDR – kein Interesse an einer Sichtung und Aufarbeitung des belastenden Materials. Erst im Jahr 2006, sieben Jahre nach Gründung der CNSAS und kurz vor dem EU-Beitritt von 2007, begann eine „Kommission zur Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit“ mit ihrer Arbeit. Zwei Jahre später verurteilte das rumänische Verfassungsgericht den bisherigen Umgang mit den Unterlagen der Securitate als verfassungswidrig.

Dr. Georg Herbstritt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stasi-Unterlagenbehörde mit dem Forschungsschwerpunkt „Westarbeit“ der Stasi. Parallel dazu hat er in den letzten Jahren über die rumänischen Securitate gearbeitet, und unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Stasi und Securitate untersucht. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind in zahlreichen Aufsätzen veröffentlicht. Mitte November hält er sich zum dritten Mal beim CNSAS in Bukarest auf, um Dokumente in den Archiven der CNSAS zu studieren – er wird uns brandaktuell über seine Recherchen berichten.

Ort

Humboldt-Universität
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Spandauerstrasse 1, Raum 21 b (EG)
10178 Berlin-Mitte

10. Dezember 2010, 17:30 Uhr

Einladung

Erster Schüleraustausch Berlin – Bukarest – Brandenburg

Deutsche und rumänische Weihnachtsbräuche

George Cosbuc Kollegium Bukarest und
Friedrich Anton von Heinitz Gymnasium Rüdersdorf/Brandenburg

PROGRAMM

GRUßWORTE

S.E. Dr. Lazar Comanescu, Botschafter von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, Schirmherr der Veranstaltung

Dr. Gerhard Köpernik, Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft

ERÖFFNUNG

Dr. Ioana Scherf, Vorsitzende der Rumänischen Schule Berlin-Brandenburg, eröffnet die Veranstaltung

GASTREDNER

Gabrielle Schölzel, Leiterin des Heinitz-Gymnasiums, spricht über die Bedeutung des Projekts


Sorina Cotovanu, Leiterin des George-Cosbuc-Kollegiums hält einen Vortrag zum Thema Schüleraustausch

KULTURPROGRAMM

Die Schüler des George Cosbuc Kollegiums Bukarest unter der Leitung der Deutschlehrerin Carmen Dumitrescu stellen rumänische Weihnachtsbräuche vor.

Die Schüler des Heinitz-Gymnasiums Rüdersdorf unter der Leitung der Musiklehrerin Knappe-Pech bieten ein buntes Musikprogramm

EMPFANG

Zum Abschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.

VERANSTALTER:

• Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland
• Deutsch-Rumänische Gesellschaft Berlin
• Friedrich Anton von Heinitz Gymnasium
• George Cosbuc Kollegium Bukarest
• Humboldt Universität zu Berlin
• Rumänische Schule Berlin-Brandenburg

ANMELDUNG

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 8. Dezember 2010

per E-Mail: antwortempfang@rumaenische-botschaft.de
oder ioanascherf@freenet.de
per Fax: 030 212 39 399

VERANSTALTUNGSORT

Botschaft von Rumänien
Dorotheenstr. 62 – 66
10117 Berlin

Verkehrsverbindung: S+U-Bhf. Friedrichstraße

Freitag, 12. November 2010, 19:00 Uhr

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Ort

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
Koenigsallee 20A
D-14193 Berlin
Tel. 890 61 987

Mittwoch, 10. November 2010, 19:30 Uhr

EINLADUNG

zum Jour-Fixe

Johann Lippet

Buchpräsentation „Dorfchronik. Ein Roman“

Lesung mit anschließender Diskussion

Dorfchronik, ein Roman erzählt anhand von 179 Geschichten, die miteinander verwoben sind und aufeinander verweisen, die Geschichte des Dorfes Wiseschdia, eines der kleinsten im Banat, seit jeher ohne Bahn- und Busanbindung. Der Chronist, Erzähler und Ich-Erzähler, lässt den Dorfalltag in Verbindung mit Familiengeschichten, denen Ereignisse aus der Kriegszeit, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der damaligen Gegenwart zugrunde liegen, Revue passieren. Wie sind diese Geschichten zu erzählen? Und ist das in Form eines herkömmlichen Romans überhaupt möglich? Diese Fragestellungen fließen als Überlegungen in den Roman mit ein.

Johann Lippet wurde 1951 in Österreich geboren, wo sich seine Eltern, bedingt durch die Wirrnisse des II. Weltkrieges, kennenlernten, 1956 kehrte die Familie nach Rumänien zurück. In Wiseschdia, dem Heimatdorf des Vaters, verbrachte er seine Kindheit, besuchte die Vierklassenschule, die weiterführende Schule in Großsanktnikolaus, wo er 1970 das Abitur machte. 1970-1974 Studium der Germanistik/Rumänistik in Temeswar. In diese Zeit fällt die Gründung der "Aktionsgruppe Banat", danach mehrere Jahre als Deutschlehrer tätig. 1978-1987 war er Dramaturg am Deutschen Staatstheater Temeswar. 1987 Ausreise. Johann Lippet lebt in Sandhausen bei Heidelberg als freischaffender Schriftsteller.
Es folgt die Ausstellungseröffnung mit Werken von Karin Maria Braun bei einem kleinen Umtrunk.

Ort

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
Koenigsallee 20A
D-14193 Berlin
Tel. 890 61 987

 

26. Oktober 2010, 18.30 Uhr

Einladung

zu einer Kulturreise durch Siebenbürgen

Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12
10117 Berlin

Arne Franke
Städte im südlichen Siebenbürgen
Zehn kunsthistorische Stadtrundgänge
Mit historischen Einführungen von Harald Roth,
zahlr. farb. u. S.-W.-Abb.,
Kurzbiogr., Ortsnamenkonkordanz, umfangr. Registern u. zweispr. Karten.
360 S., gebunden.
€ [D] 19,80/SFR 33,60
ISBN 978-3-936168-42-6

Arne Franke
Das wehrhafte Sachsenland
Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen
2., aktual. u. erw. Aufl.
Mit einer historischen Einführung von
Harald Roth, zahlr. farb. u. S.-W.-Abb.,
Kurzbiogr., Ortsnamenkonkordanz,
umfangr. Registern u. zweispr. Karten.
453 S., gebunden.
€ [D] 19,80/SFR 33,60
ISBN 978-3-936168-56-3


Den von den »Siebenbürger Sachsen« gegründeten Städten wuchs im Laufe der Jahrhunderte europäische Bedeutung zu. Hermannstadt/ Sibiu weist einen reichen Bestand an Baudenkmälern
auf. Kronstadt/Brasov bietet mit der berühmten Schwarzen Kirche eines der bedeutendsten
Gotteshäuser Südosteuropas. Das mittelalterliche Stadtbild von Schäßburg/ Sighisoara wurde in den Rang des eltkulturerbes erhoben, in Mediasch/Medias hat sich die einzige Stadtkirchenburg des Landes erhalten. Berühmt sind auch die Pfarrkirche in Mühlbach/Sebes und die römisch- katholische Kathedrale von Karlsburg/Alba Iulia. Fogarasch/ Fagaras nimmt mit seiner Festungsanlage einen besonderen historischen Rang ein. Gänge durch Broos/Orastie, Elisabethstadt/ Dumbraveni und Großenyed/ Aiud ergänzen das vielfältige Bild siebenbürgischer Städte.

Siebenbürgen findet als Tourismusregion immer größeren Zuspruch. Immer mehr Entdecker machen sich auf in das Land im Karpatenbogen, wobei das »Saxon Transylvania« oder etwa die »Saxon Heritage Trails« als besondere Attraktion gelten. Dass diese »Sachsen« selbst kaum noch zu sehen sind, stört jene Neuseeländer oder Kalifornier, die es in die entlegensten Dörfer
verschlägt, nicht. Vielleicht fasziniert sie die Heile-Welt-Anmutung einer noch bis vor wenigen Generationen funktionierenden Gesellschaft freier Bürger und Bauern, aber auch die einmalige Lebenswelt der hier über Jahrhunderte zusammenlebenden Deutschen, Ungarn und Rumänen, die alle ihren Anteil an der spezifischen siebenbürgischen Kultur haben. Die Kunst- und Kulturschätze, die sich hier in großer Dichte erhalten haben, sind ein weiterer Grund, Siebenbürgen aufzusuchen, zumal für deutschsprachige Reisende. Diesen verlässliche Reiselektüre an die Hand zu geben ist das Ziel der Kulturreise-Handbücher des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Mit kunsthistorischen Rundgängen durch zehn Städte im südlichen Siebenbürgen liegt ein weiterer Band vor, der in die vertraute Ferne im arpatenbogen entführen will.

Begrüßung

Klaus Rettel
Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft e. V., Berlin

Dr. Gerhard Köpernik
Präsident der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e. V., Berlin

Einführung

Dr. Harald Roth
Deutsches Kulturforum östliches Europa

Unterwegs mit dem Kunsthistoriker durch Städte des südlichen Siebenbürgen Arne Franke, M. A.

Arne Franke, M. A., Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, studierte an der Universität
Frankfurt am Main und arbeitete als Denkmalpfleger in Görlitz. Seit 1997 ist er freiberuflich als Bauforscher, Ausstellungsmacher, Dozent für Architekturgeschichte und Denkmalpflege sowie als Reiseleiter tätig. Neben seinem Spezialgebiet »Schlesien« beschäftigt er sich mit der Geschichte und Architektur der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen.

Freitag, 8. Oktober 2010, 18:00 Uhr


EINLADUNG

Buchpräsentation und Fotoausstellung

Dr. Annemarie Podlipny-Hehn liest

aus ihrem autobiografischen Buch„ Da-Sein“
Der Bildband „Temeswar/Timisoara“ wird ebenso vorgestellt wie die
Fotoausstellung Hans Hehn „Im Wandel der Zeit“

Buchpräsentation und Fotoausstellung: Es liest die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Dr. Annemarie Podlipny-Hehn (Temeswar) aus ihrem jüngsten Buch "DA-SEIN" - ein Streifzug durch ein Jahrhundert Kulturgeschichte Mitteleuropas. Auch wird ihr Album "Temeswar-Timisoara" vorgestellt. Die Fotoausstellung "Banat im Wandel der Zeit" von Hans Hehn möge einen Einblick in das Banater Dorfleben der 30er bis 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bieten.

Annemarie Podlipny-Hehn, (*20. Februar 1938 in Lowrin/Banat/Rumänien), Dr. phil., Kunsthistorikerin; Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbands; Autorin mehrerer Bücher, wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. 1992 gründete sie den deutschsprachigen Literaturkreis „Stafette“, den sie leitet und im In- und Ausland zu Erfolg gebracht hat, indem sie vor allem junge Talente förderte; Herausgeberin von zahlreichen Büchern und Anthologien; Leiterin des Demokratischen Forums der Deutschen in Temeswar.

Veranstaltungsort:
Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
Koenigsallee 20A, D-14193 Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung des Demokratischen Forums der Deutschen Temeswar, des Rumänischen Kulturinstituts „Titu Maiorescu“ Berlin und der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft Berlin.

8. September 2010, 19. 30 Uhr

Einladung

zum

Jour Fixe

am
Mittwoch, den 8. September 2010, 19. 30 Uhr

In Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
in den Räumen des RKI, Königsallee 20 A, 14193 Berlin, Tel. 890 61 987

Ehrengast:

Cornelia Feyer (Avrig /Freck)

„Brukenthal s Gärten - Pracht, Verfall und Wiederherstellung“
Lichtbildervortrag, Fragen und Antworten

Wer heutzutage in Avrig/ Freck, westlich von Sibiu/Hermannstadt, die „Sommerresidenz“ des Samuel von Brukenthal (1721 – 1803) aufsucht, kann sich inzwischen wieder vorstellen, wie pracht- und prunkvoll die große Parkanlage vor über zweihundert Jahren gewesen sein muss. Dass die Blumengärten und Alleen, die Büsche und kleinen Wasserläufe allmählich wiederhergestellt sind, verdankt die Brukenthal-Stiftung vor allem der Münchner Landschaftsarchitektin Cornelia Feyer. Seit einigen Jahren hat sie ihre Zelte in Avrig/Freck aufgeschlagen, leitet die Restaurierungsarbeiten und führt die Geschäfte der Stiftung. Sie hat es auch geschafft, dass in der restaurierten Orangerie Brukenthal-Touristen in einfachen Gästezimmern inmitten der duftenden Kräuter-und Blumenbeete übernachten können. In ihrem Lichtbildervortrag wird Cornelia Feyer vom schwierigen Beginn der Restaurierung eines verfallenden Gebäudes und überwucherten Parks und den vielen kleinen Aha-und Erfolgserlebnissen der fortschreitenden Wiederherstellungsarbeiten berichten.

Der Park des Samuel von Brukenthal ist der einzige Barockgarten in Rumänien. Brukenthal ließ die gesamte Anlage ab Mitte des 18. Jahrhunderts bauen und legte besonderen Wert darauf, seltene Bäume, Früchte und Blumen zu züchten. Seine Sommerresidenz nebst den Wirtschaftsgebäuden war bis Anfang der 1990ziger Jahre ein staatliches Sanatorium. Im Jahr 1999 erhielt die deutsche Minderheit das zuvor verstaatlichte Anwesen zurück. Die Brukenthal-Stiftung bemüht sich seitdem, Brukenthals Erbe im Sinne seines Testamentes zu bewahren und zu entwickeln. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Unterstützung von Projekten, mit denen in Rumänien Kultur, Erziehung, Soziale Belange und Initiativen einer Bürgergesellschaft gefördert werden sollen.

Samuel von Brukenthal trat nach seinem Jura-Studium in den österreichischen Staatsdienst und wurde von Kaiserin Maria Theresia mit der Aufgabe eines Gouverneurs beauftragt. Er war ein Schöngeist, gehörte einer Loge an, sammelte Gemälde, Kupferstiche und Bücher, die man heute im Brukenthal-Museum in Sibiu sehen kann.

 

Mittwoch, den 8. September 2010, 19. 30 Uhr

Jour Fixe

In Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
in den Räumen des RKI, Königsallee 20 A, 14193 Berlin, Tel. 890 61 987

Ehrengast:

Cornelia Feyer (Avrig /Freck)

„Brukenthal s Gärten - Pracht, Verfall und Wiederherstellung“
Lichtbildervortrag, Fragen und Antworten

Wer heutzutage in Avrig/ Freck, westlich von Sibiu/Hermannstadt, die „Sommerresidenz“ des Samuel von Brukenthal (1721 – 1803) aufsucht, kann sich inzwischen wieder vorstellen, wie pracht- und prunkvoll die große Parkanlage vor über zweihundert Jahren gewesen sein muss. Dass die Blumengärten und Alleen, die Büsche und kleinen Wasserläufe allmählich wiederhergestellt sind, verdankt die Brukenthal-Stiftung vor allem der Münchner Landschaftsarchitektin Cornelia Feyer. Seit einigen Jahren hat sie ihre Zelte in Avrig/Freck aufgeschlagen, leitet die Restaurierungsarbeiten und führt die Geschäfte der Stiftung. Sie hat es auch geschafft, dass in der restaurierten Orangerie Brukenthal-Touristen in einfachen Gästezimmern inmitten der duftenden Kräuter-und Blumenbeete übernachten können. In ihrem Lichtbildervortrag wird Cornelia Feyer vom schwierigen Beginn der Restaurierung eines verfallenden Gebäudes und überwucherten Parks und den vielen kleinen Aha-und Erfolgserlebnissen der fortschreitenden Wiederherstellungsarbeiten berichten.
Der Park des Samuel von Brukenthal ist der einzige Barockgarten in Rumänien. Brukenthal ließ die gesamte Anlage ab Mitte des 18. Jahrhunderts bauen und legte besonderen Wert darauf, seltene Bäume, Früchte und Blumen zu züchten. Seine Sommerresidenz nebst den Wirtschaftsgebäuden war bis Anfang der 1990ziger Jahre ein staatliches Sanatorium. Im Jahr 1999 erhielt die deutsche Minderheit das zuvor verstaatlichte Anwesen zurück. Die Brukenthal-Stiftung bemüht sich seitdem, Brukenthals Erbe im Sinne seines Testamentes zu bewahren und zu entwickeln. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Unterstützung von Projekten, mit denen in Rumänien Kultur, Erziehung, Soziale Belange und Initiativen einer Bürgergesellschaft gefördert werden sollen.
Samuel von Brukenthal trat nach seinem Jura-Studium in den österreichischen Staatsdienst und wurde von Kaiserin Maria Theresia mit der Aufgabe eines Gouverneurs beauftragt. Er war ein Schöngeist, gehörte einer Loge an, sammelte Gemälde, Kupferstiche und Bücher, die man heute im Brukenthal-Museum in Sibiu sehen kann.

6. Juli 2010, 19. 30 Uhr

Einladung

zum Jour Fixe

am
Dienstag, den 6. Juli 2010, 19. 30 Uhr

In Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“
in den Räumen des RKI, Köningsallee 20 A, 14193 Berlin, Tel. 890 61 987

Ehrengast:

Reuven Moskovitz

„Eine Kindheit in Rumänien“

Lesung und Gespräche – Erinnerungen und Blick in die Zukunft

Reuven Moskovitz, geboren 1928 im nordrumänischen Schtetl Frumusica, wanderte 1947 nach Israel aus und kehrt immer wieder in sein Geburtsland Rumänien und nach Deutschland zurück, wo er längere Zeit lebte. Mit elf Jahren wurde Moskovitz - wie er sagt- „ins Ghetto vertrieben“. In Israel regte der Holocaust-Überlebende die Gründung des arabisch-israelischen Friedensdorfes Newe Schalom an, in dem heute rund fünfzig Familien – Muslime, Juden, Christen – in einer Dorfgemeinschaft leben. Er ist engagiert in der israelischen Friedensbewegung und einer der schärfsten Kritiker der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Moskovitz arbeitete als Baggerführer, im Straßenbau und als Reiseleiter in Deutschland, Rumänien und Israel. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte und hebräische Literatur und wurde Lehrer.
Sein erster, einjähriger Aufenthalt in Deutschland im Jahr 1974 wurde durch ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Freie Universität Berlin ermöglicht. Seitdem kommt Moskovitz regelmäßig nach Deutschland und spricht an Schulen als Zeitzeuge, Mahner und kritischer Beobachter Israels und Deutschlands. Im Jahr 2003 wurde er mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft ist Reuven Moskovitz besonders verbunden: auf seine Initiative hin wurde die Gesellschaft im Jahr 1992 gegründet. Dass sich die DeRuGe zu einem wichtigen Mittler zwischen Rumänen und Deutschen in Berlin entwickelte, haben wir auch den begleitenden Anregungen von Reuven Moskovitz zu verdanken.

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Nächster Jour Fixe: Mittwoch, 8. September, ebenfalls im RKI: die Landschaftsarchitektin Cornelia Feyer, (München/Sibiu), berichtet in einem Lichtbildervortrag über die Wiederherstellung der berühmten Gartenanlagen von Samuel v. Brukenthal (1721-1803) in Avrig/Freck, westlich von Sibiu.

 

9.-10. Juli 2010 in Berlin

„Antiziganismus”:
Vorurteil und Diskriminierung
Darstellung und Wahrnehmung
rumänischer Roma

Wissenschaftliche Tagung veranstaltet vom

Zentrum für Antisemitismusforschung der
Technischen Universität Berlin

Mit freundlicher Unterstützung
der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e.V.

Programm

15. Juni 2010, 19:30 Uhr

Ovid S. Crohmalniceanu in Berlin

Vortrag von

Herbert-Werner Mühlroth

Ort:

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“,
Koenigsallee 20 A,
14193 Berlin,

Tel.: 030 890 61 987
Fax: 030 890 61 988
E-Mail: office@rki-berlin.de

Verkehrsverbindung:

S 4, S 45 S-Bhf. Halensee, S 7, S 9 S-Bhf. Grunewald, Bus 119, Haltestelle: Erdenerstraße

Über Crohmalniceanus letzten Lebensabschnitt – sein ,,Exil“ in Berlin – wurde viel spekuliert. Dies liegt darin begründet, dass nur wenige Menschen den renommierten Literaturprofessor und – kritiker in dieser Zeit aus nächster Nähe erlebt haben. Dieser Vortrag behandelt die letzten drei Jahre Crohmalniceanus aus der persönlichen Perspektive eines Mitstreiters und Freundes. Er bietet einen Eindruck über Crohmalniceanus Leben und Schaffen in den letzten Jahren seiner ,,Späte(n) Berliner Einsamkeit“.

Herbert-Werner Mühlroth

1963 in Hatzfeld (Jimbolia)/Rumänien geboren. Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg und an der Freien Universität Berlin. Tätig als freiberuflicher Autor, Übersetzer, Marketingberater und Werbetexter. Publikationen in diversen Zeitschriften und Zeitungen in Deutschland und Rumänien. Unter anderem hat er Reiner Kunzes "Die wunderbaren Jahre" ins Rumänische übertragen und das erste "Rumänisch-Aromunische Wörterbuch" herausgebracht. 2009 erschien sein Gedichtband „Nachtlaub“ im Marien-Blatt Verlag in Lübeck.


Mittwoch, den 10. März 2010, 19.00 Uhr

Einladung

zum Jour Fixe

am
Mittwoch, den 10. März 2010, 19.00 Uhr
im Restaurant „Cum laude“, im Westflügel der Humboldt-Universität

Ehrengast:

Nora Iuga

Lesung und Gespräche – Poesie und Prosa

Nora Iuga ist die „grande dame“ der rumänischen und europäischen Poesie; sie ist eine der bedeutendsten und originellsten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Sie wurde 1931 in Bukarest geboren, studierte Germanistik, arbeitete u.a. als Deutschlehrerin und übersetzte über dreißig Werke deutscher Autoren ins rumänische, darunter Günter Grass und Herta Müller.

Ihren ersten Gedichtband veröffentlichte sie 1968, es folgten bisher elf Gedichtbände und vier Prosawerke. Ihre surreale und subversive Phantasie war der kommunistischen Staatsmacht suspekt - ab 1971 durfte sie acht Jahre lang nicht veröffentlichen. Erst nach der Revolution von 1989 erfuhr sie, dass ihr Publikationsverbot beileibe nicht politisch begründet wurde, sondern mit dem angeblich „pathologischen Erotismus“ ihrer Gedichte.

Über sich schreibt sie: „Ich hatte ein schönes Leben. Jetzt habe ich ein normales Leben. Im Ausland bin ich angesehener als im eigenen Land. Die Rumänen mögen keine Originalität. Sie halten bloß das für wertvoll, was sie schon kennen…. Mit 60 Jahren bin ich dem Kommunismus entronnen. Die erste Reise ins Ausland führte mich nach Wien, zu einem Internationalen Poesiefest. Als ich in Ungarn mit dem Zug über die Donau fuhr und die zahllosen Brücken sah…sagte ich: „Sieh, die neue Welt“. Budapest war mein Amerika. Und das Leben begann, nicht jenes schöne Leben, das normale.“

Ihr junger Schriftsteller-Kollege Mircea Cartarescu schreibt über sie: „Wie viele von uns jüngeren verfügen heute über ihre Energie und ihren Optimismus? Wie viele von uns werden von allen Generationen geliebt und gelesen?“

Im vergangenen Jahr erschien, in der Übersetzung von Ernest Wichner, der Gedichtband „Gefährliche Launen“, für den sie Gedichte aus ihrem lyrischen Gesamtwerk auswählte. Im Mai erscheint in Deutschland ihre Erzählung von 1997 „Die Sechzigjährige und der junge Mann“.

„Cum laude“:

Universitätsstr. 4, 10117 Berlin, Tel. 030-2082883
(U+S-Bahnhof Friedrichstraße., Bus 100,Tram M1, 12 )

Di., 9. Februar 2010, 19.30 Uhr:

Buchvorstellung

Ort: RKI

DIE ABWESENDE REPUBLIK von Daniel Barbu

Gespräch mit Prof. Dr. Daniel Barbu und Prof. Dr. Thede Kahl, Moderation: Dr. Larisa Schippel, Humboldt-Universität zu Berlin

Der Autor stellt Momentaufnahmen der Alltagsgeschichte Rumäniens aus der jüngsten Vergangenheit dar. Der Blick wird auf die demokratischen Mechanismen und marktwirtschaftliche Entwicklung seines Landes nach dem Sturz des kommunistischen Regimes gerichtet.

Daniel Barbu ist Professor und Direktor des Instituts für Politische Studien der Universität Bukarest; Gastprofessor unter anderem an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris.

Thede Kahl ist Geograf und Balkanologe am Österreichischen Ost- und Südosteuropa-Institut, Mitglied der Balkankommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und unterrichtet an den Universitäten Bukarest, Münster und Wien.

Larisa Schippel ist Dozentin für Übersetzungswissenschaft am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität Berlin.

Die Reihe „Forum Rumänien“ ist ein Projekt des Frank und Timme Verlags (Berlin), http://www.frank-timme.de
In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e.V.
und dem Frank und Timme Verlag

Montag, 01.02.2010, 18.00 Uhr

EINLADUNG

Die rechtlichen, sozio-ökonomischen und kulturellen Folgen der Wende von 1989 für den Fortbestand der ungarischen Minderheiten in Rumänien


Referent: Dr. Meinolf ARENS (Historiker, z. Zt. Haus des deutschen Ostens [HDO], München; Habilitand an der Ludwig-Maximilians-Universität München)

Montag, 01.02.2010, 18.00 Uhr

Seminarraum 3, Collegium Hungaricum Berlin,
Dorotheenstr. 12,
10117 Berlin-Mitte

Die Deutsch-Ungarische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft

 

Fr., 29. Januar 2010, 19.30 Uhr:

Buchvorstellung

Ort: RKI

WEGE IN DIE MODERNE. ENTWICKLUNGSSTRATEGIEN RUMÄNISCHER ÖKONOMEN IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT

von Dr. Angela Harre

Moderation: Dr. Dietmar Müller, Moldova-Institut Leipzig

Dr. Angela Harre (geb. 1979) ist Koordinatorin des Forschungsprojektes „Agrarismus in Ostmitteleuropa 1880 – 1950“ an der Forschungsstelle für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Dozentin am Lehrstuhl für Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte der selben Universität. Sie hat verschiedene Texte über Rumänien veröffentlicht und mit der nun vorgestellten Arbeit über die Entwicklungsstrategien rumänischer Ökonomen promoviert.

»Rumänien ist eine Region des Übergangs. In seiner Geistesgeschichte überschnitten sich russische und griechische, osmanische und habsburgische, ungarische und autochthone Einflüsse. Sie verbanden sich zu einer brisanten Mischung, die auch über die Landesgrenzen hinaus Bedeutung erlangte. So bildeten die Abhängigkeitstheorien Mihail Manoilescus (1891-1950) die Grundlage für die dependencia-Theorien, die ab den 1960er Jahren lateinamerikanische Entwicklungsdiskurse prägten. Dieser Band beschäftigt sich mit der ideologischen Landschaft, in der die rumänischen Vorläufer der Dependenztheorien gediehen.

Diese Entwicklungsmodelle, die im Laufe des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entworfen wurden, lassen sich in vier große Schulen einteilen – den Traditionalismus, Industrialismus, Agrarismus und Faschismus. Sie dienten teils als Gegenkonzepte, teils als Ergänzungen zu den Modellen der westeuropäischen Modernisierung und warfen Fragen nach den Zusammenhängen zwischen verschiedenen Visionen von Moderne und der Nationalbewegung sowie den gedanklichen Wurzeln des rumänischen Autoritarismus auf, denen in dieser Arbeit systematisch nachgegangen wird.«

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e.V.

22. Januar 2010, 19.00 Uhr

Als Auftakt zu einer Reihe von Buchvorstellungen lädt Sie das Rumänische Kulturinstitut zur folgenden Präsentation ein:

IN RUMÄNIEN. AUF DEN SPUREN EINER EUROPÄISCHEN VERWANDTSCHAFT
von Markus Bauer

EINLADUNG

Moderation: Fried Nielsen (ehemaliger Kulturattaché der BRD in Rumänien)

Datum: 22. Januar 2010, 19.00 Uhr
Ort: Rumänische Botschaft, Dorotheenstraße 62-66, 10117 Berlin

Seit 2007 ist es Teil der Europäischen Union – und trotzdem bleibt Rumänien die große Unbekannte, sein Bild bleibt oft besetzt von Klischees (transsilvanischer Grusel, bettelnde Straßenkinder, Wanderarbeiter und überall Bären). Doch was ist die Wahrheit?

Das Buch von Markus Bauer versucht, auf der Basis historischer und kultureller Zusammenhänge die Gegenwart Rumäniens in einem größeren Kontext verständlich zu machen. Dabei kommen unvermeidlich unbekannte und überraschende Facetten des vielfältigen Landes am Karpatenbogen ans Licht. Der Bogen spannt sich von dem Stadt-Land-Gegensatz über die Minderheiten und die Region der Moldau bis hin zu aktuellen Fragen der Geschichtspolitik.

Markus Bauer, Kulturhistoriker und Journalist, hat fünf Jahre in Jassy gelebt und gearbeitet, schreibt für die Neue Züricher Zeitung über Rumänien.

„Dieses Aktualitätsklima des Buches ist ein großer Vorzug. Seine Spurensuche ist keine elegische Archäologie des Untergegangenen, sondern eine kompakte Einführung in die noch heiße Zeitgeschichte Rumäniens zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert.“

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 14. 07. 2009

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rumänischen Kulturinstitutes und der Rumänischen Botschaft Berlin
Mit freundlicher Unterstützung der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e. V.
Mehr unter www.rki-berlin.de

Mittwoch, den 13. Januar 2010, 19.00 Uhr

Jour Fixe

EINLADUNG

Thema:

Rumänien hat gewählt
Die Präsidentschaftswahlen vom Dezember 2009
-Hintergründe- Verlauf – Perspektiven-

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Anneli Ute Gabanyi

Bei den Wahlen im Dezember 2009 wurde Traian Basescu in einer Stichwahl zum zweiten Mal als Präsident des Landes bestätigt. Basescu siegte knapp über seinen sozialdemokratischen Herausforderer, Mircea Geoana. Die Sozialdemokraten hatten von großangelegter Wahlfälschung gesprochen und das Resultat beim Verfassungsgericht angefochten. Von 2137 ungültigen Stimmen, die zugeordnet werden konnten, entfielen schließlich 1169 auf Basescu und 968 auf Geoana. Rumänien sei, so fasste Dorel Sandor, Direktor des Bukarester Centrums für Politische und vergleichende Studien, das Ergebnis zusammen, ein „geteiltes Land“; allgemein wird eine Phase politischer Instabilität befürchtet, die zu einer weiteren Verzögerung einer 30-Millionen-Dollar Hilfe des Internationalen Währungsfonds führen könnte.
Die Politikwissenschaftlerin Dr. Anneli Ute Gabanyi hat sich durch zahlreiche Publikationen und Buchveröffentlichungen zum Parteiensystem in Rumänien, der rumänischen Revolution von 1989 und den Folgen des Systemwechsels in Rumänien und Osteuropa einen Namen gemacht. Sie wurde in Bukarest geboren und lebt seit 1963 in der Bundesrepublik.


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Ort:

Restaurant „Cum laude“,
im Westflügel der Humboldt-Universität

„Cum laude“: Universitätsstr. 4, 10117 Berlin, Tel. 030-2082883
(U+S-Bahnhof Friedrichstraße., Bus 100,Tram M1, 12


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Der Rumänien-Jour-Fixe der DRG
• Der Treffpunkt für alle an Rumänien Interessierten und für die Mitglieder der DRG
• Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Mitglieder des Vorstands der DRG und ein jeweils wechselnder Gast
• Essen und Trinken im Restaurant „Cum laude“

Donnerstag, den 17. Dezember 2009, 19.00 Uhr

Zwanzig Jahre Rumänische Revolution
Diskussion und Filmvorführung

Einladung

im Literaturhaus Fasanenstraße 23, Berlin-Charlottenburg

Die Protestaktionen vom 15./16. Dezember 1989 in Timisoara setzten die gewalttätig verlaufene rumänische Revolution in Gang, die mit der im Fernsehen übertragenen Erschießung des Diktators Ceausescu und seiner Frau am 25. Dezember 1989 zu Ende ging. Zwanzig Jahre danach laden wir ein, über die Hintergründe, den Verlauf und die Auswirkungen der damaligen Ereignisse und über den aktuellen Stand der Demokratisierung in Rumänien zu diskutieren.

Auf dem Podium:

Dr. Anneli Ute Gabanyi Politikwissenschaftlerin, Berlin

Richard Wagner Schriftsteller, Berlin

Dr. Alina Mungiu-Pippidi z. Zt. Professorin an der Hertie School of Governance, Berlin

Mona Vintila Studentin der Politikwissenschaft, Berlin

Vor der Podiumsdiskussion zeigen wir die Dokumentation „Schachmatt“ der ORF-Reporterin Susanne Brandstetter aus dem Jahr 2005, in der es auch um die Frage geht, wieweit der revolutionäre Prozess spontan oder möglicherweise gesteuert erfolgte

 

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Erfahrungen der Unfreiheit und die Idee der
Freiheit in Ungarn und Rumänien 1989


Donnerstag, 3. Dezember 2009

Beginn 18:00 Uhr

im

Europasaal im MOSSEPALAIS
am Potsdamer Platz

Voßstr. 22

10117 Berlin


Referent:

PROF. DR. ANTON STERBLING (Soziologe, Rothenburg/Oberlausitz)

Prof. für Soziologie und Pädagogik an der Hochschule der Sächsischen Polizei, Rothenburg/O.L., Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen (Görlitz);

Veranstalter:

Deutsch-Ungarische Gesellschaft e. V. (DUG)
in Zusammenarbeit mit dem
Osteuropa-Zentrum Berlin (OEZ Berlin) und der
Deutsch-Rumänischen Gesellschaft e. V. (DRG);

Kontakt:

Klaus Rettel, Präsident der DUG,

Tel. 242 45 73,
E-Mail: info@d-u-g.org

Eintritt frei.

Mittwoch, 25. November 2009

EINLADUNG

Vortragsabend mit Begleitausstellung


70 Jahre Hitler-Stalin Pakt


Dr. Anke Pfeifer:
Schreiben als individuelle Aufarbeitung einer kollektiven Tragödie. Die Thematisierung von Auswirkungen des Hitler-Stalin-Pakts in der Literatur Rumäniens.

Dr. Dietmar Müller:
Von Moskau über Jalta nach Malta: Die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts als Opferdiskurs in Rumänien.


Ausstellung:
1939 – Pakt über Europa. Der Hitler-Stalin-Pakt in der Geschichte und Erinnerungskultur Ostmitteleuropas
Die Ausstellung wurde vom Moldova-Institut Leipzig e.V. erstellt.
In Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“

Datum:

Mittwoch, 25. November 2009
19.30 Uhr


Ort:

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“,
Koenigsallee 20 A, 14193 Berlin,


Kontakt:

Tel. 030 890 61 987 Fax. 030 890 61 988
E-Mail: office@rki-berlin.de


Verkehrsverbindung:

S 4, S 45 S-Bhf. Halensee, S 7, S 9 S-Bhf. Grunewald, Bus 119, Haltestelle: Erdenerstraße

Samstag, den 21. November 2009, 19. 30 Uhr

EINLADUNG


zu einer gemeinsamen Veranstaltung:

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“,
Verband der Siebenbürger Sachsen in Berlin und Brandenburg
Deutsch-Rumänische Gesellschaft Berlin


Zeit: Samstag, den 21. November 2009, 19. 30 Uhr

Ort: Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“, Koenigsallee 20 A, 14193 Berlin,

Tel. 030 890 61 987 Fax. 030 890 61 988

E-Mail: office@rki-berlin.de

Verkehrsverbindung: S 4, S 45 S-Bhf. Halensee, S 7, S 9 S-Bhf. Grunewald, Bus 119, Haltestelle: Erdenerstraße

Das Ensemble De LIDERTRUN (Karl Heinz Piringer, Hans Seiwerth, Michael Gewölb)
singt und spielt auf einer Vielzahl von zum Teil historischen Instrumenten (Gitarren, Querflöte, Mundharmonika, Klavier, Violine, Bordunzither, Hirtenflöten, Bassblockflöte, Trompetengeige, Vibrandonion, Schalmei, Maultrommel, Schlaginstrumente, Sackpfeife) alte siebenbürgische Balladen, die größtenteils aus dem späten Mittelalter stammen.

Die Ausstellung „Blumen aus drei Jahrhunderten – Siebenbürgische Möbelmalerei“ von Karin-Maria Braun wird im Anschluss an das Konzert eröffnet.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
*
Kleiner Empfang


EINLADUNG

zum Jour fixe

mit

Dr. Ilina Gregori und Dr. Markus Bauer

am
Mittwoch, 11. November 2009
19 Uhr
im
Restaurant „Cum laude“, im Westflügel der Humboldt-Universität, Universitätsstr. 4, 10117 Berlin, 030-2082883
(U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12)


Ehrengäste:

Dr. Ilina Gregori
und
Dr. Markus Bauer

Dr. Ilina Gregori, Literaturwissenschaftlerin, ehemalige Dozentin am Institut für Romanische Philologie der Freien Universität Berlin, stellt ihr Buch Stim noi cine a fost Eminescu? Fapte, enigme, ipoteze vor („Wissen wir, wer Eminescu war? Fakten, Rätsel, Hypothesen“, Bukarest 2008, Preis des Rumänischen Schriftstellerverbands).

Dr. Markus Bauer, Kulturhistoriker, Journalist und Autor zur rumänischen Geschichte diskutiert anschließend mit der Autorin.

Ausschnitte aus dem Buch werden auf Rumänisch und in deutscher Übertragung gelesen.


4. November 2009, 18:30 Uhr

Vortrag zum Thema:

„Rumänisch: eine romanische Sprache“

und Auszeichnung für wissenschaftliche und kulturelle Verdienste
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Maria Iliescu

PLAKAT

Botschaft von Rumänien
Dorotheenstr. 62-66
10117 Berlin

4. November 2009, 18:30 Uhr

Ehrengast: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Maria Iliescu, (geboren in Wien) hat an der Universität Bukarest Klassische und moderne Philologie studiert und promoviert in den Romanischen Sprachwissenschaften. Sie ist Professorin am Institut für Romanistik der Leopold Franzens Universität Innsbruck (Österreich). Maria Iliescu ist seit 2007 Präsidentin der Société de Linguistique Romane , hat mehrere Ehrendoktortitel und hunderte wissenschaftliche Beiträge im Bereich der romanischen Philologie.

Mittwoch, den 14. Oktober 2009, 19:00 Uhr

Mitgliederversammlung

am Mittwoch, den 14. Oktober 2009
19:00 - 21:00 Uhr

Rumänisches Kulturinstitut, Königsallee 20A, 14193 Berlin
(S Bahnhöfe Halensee oder Grunewald, Bus M 19 - Erdener Straße)

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Musikalisches Rahmenprogramm
Pianist: Victor Nicoara
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TAGESORDNUNG

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Feststellung der Beschlussfähigkeit,
Genehmigung des Protokolls der MV 2008

TOP 3 Tätigkeitsbericht 2008

POP 4 Jahresabschlussbericht des Schatzmeisters und Prüfungsbericht

TOP 5 Aussprache

TOP 6 Entlastung des Vorstands und Wahl der Rechnungsprüfer

TOP 7 Neuwahl des Vorstands

TOP 8 Verschiedenes

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Kleiner Empfang


Samstag 26.09.2009, 19.30 Uhr

die rumänische Sopranistin, Frau Cristina Niculescu-Bretz aus Paris eingeladen, die zusammen mit dem französischen Tenor, Stephane Denepoux auftreten und von der Pianistin, Gönül Abdula, begleitet wird.

Ort der Veranstaltung:

Rumänisches Kulturinstitut „Titu Maiorescu“,
Königsallee 20 a,
14193 Berlin

ARIEN UND DUETTE AUS OPERN UND OPERETTEN

Mit: Cristiana Niculescu Bretz (Sopran, Paris), Stephane Denepoux (Tenor, Paris) und Gönül Abdula (Klavier, Bukarest)

Im Programm Arien und Duette aus: G. Bizet - Carmen; W.A. Mozart - Cosi fan tutte; G. Verdi - La traviata; G. Puccini - Turandot; G. Puccini - La fanciula del West; G. Donizetti - Das Liebeselixier; J. Strauss - Die Fledermaus; Fl. Comisel – Soarele Londrei; G. Dendrino – Lasati-ma sa cânt; Fr. Lehar – Die lustige Witwe.

Cristiana Niculescu Bretz (geb. 1983 in Bukarest) war Mitglied und Solistin des Kinderchors des rumänischen Rundfunks (1992-2000). Sie ist Absolventin des Musikgymnasiums „G. Enescu” und der Musikhochschule Bukarest (Abteilung Gesang, Klasse von Prof. Maria Slatinaru-Nistor und Prof. Bianca Manoleanu). Die Sopranistin erhielt den 3. Preis beim nationalen Gesangwettbewerb „M. Negrea” (2000) und den Sonderpreis beim nationalen Wettbewerb „M. Jora”. 2004 spielte sie eine doppelte Rolle in der Rock-Oper „Am sa ma intorc barbat” der Band Vama Veche (Engel/Freundin). Sie nahm an verschiedenen Meisterklassen teil, bei Viorica Cortez, Mariana Nicolescu, Denyce Graves und Leontina Vaduva.

Der vierzigjährige Tenor Stephane Denepoux war schon seit seiner Kindheit Mitglied verschiedener Chöre und beschäftigte sich mit dem Komponieren zeitgenössischer Musik. Er hat an Meisterklassen der Mezzosopranistin Viorica Cortez und der Sopranistin Leontina Vaduva teilgenommen. Sein erster Auftritt zusammen mit Cristiana Niculescu Bretz fand im Juni 2009 in der Rumänischen Botschaft in Paris statt. Zurzeit arbeiten sie gemeinsam an einem Projekt, dass dem Publikum das lyrische Kabarett näher bringen soll.

Gönül Abdula ist Absolventin der Musikhochschule in Bukarest und unterrichtet zurzeit Klavier. Sie ist als Korrepetitor am Operettentheater „Ion Dacian” in Bukarest und hat mit Künstlern wie Angela Gheorghiu,. Ruxandra Donose und Gheorghe Zamfir zusammengearbeitet. Die Pianistin hat Konzerte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Bulgarien, Russland, der Türkei, Serbien, der Slowakei bestritten und Aufnahmen fürs Fernsehen und für Radio gemacht.

 

Dienstatg, 22. September um 19:30 Uhr

CARMEN-FRANCESCA BANCIU

VATERFLUCHT

Leseabend am 22. September um 19:30 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem Rotbuch-Verlag.

RUMÄNISCHES KULTURINSTITUT "TITU MAIORESCU" BERLIN

Koenigsallee 20A, D-14193 Berlin

Moderation: Jörg Plath

Zusammen mit "Das Lied der traurigen Mutter" bildet der Roman " Vaterflucht" ein Dypticon und ich möchte euch ermutigen, beide Bücher zu lesen.

Donnerstag, den 11. Juni 2009, 19. 00 Uhr

EINLADUNG


Dr. Paul Milata
Kienbaum Country Manager
Bulgarien & Rumänien


„ Rumäniens reale Krise:
Der Fachkräftemangel“

Zeit: Donnerstag, den 11. Juni 2009, 19. 00 Uhr
Ort: Restaurant „Cum laude“, im Westflügel
der Humboldt-Universität, Universitätsstr. 4,
10117 Berlin, 030-2082883
(U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12)


Bis September 2008 wies Rumänien hohe wirtschaftliche Wachstumsraten von bis 8% p.a. auf. Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ging die Wirtschaftsleistung ebenso rapide zurück. Die in der rumänischen Öffentlichkeit bereits eingesetzte Glorifizierung der Jahre des Wirtschaftsbooms als eine Goldene Ära ohne Fehl und Tadel verhindert die Analyse grundsätzlicher Probleme, die ein reales Wachstum in der Vergangenheit behindert haben und die Entwicklung des Landes nach dem Ende der Wirtschaftskrise stark bremsen wird.

Von der Bedeutung der Fachkräfte in einer wissensbasierten Volkswirtschaft ausgehend legt der Vortrag den Schwerpunkt auf das Problem eines überholten Ausbildungswesens sowie der ungebremsten und weltweit rekordverdächtigen Auswanderung rumänischer Fach- und Führungskräfte.

Dr. Paul Milata: In Rumänien geboren, Studium der osteuropäischen Zeitgeschichte in Montreal/ Kanada, Magisterarbeit 2001: “Die Migration der Hochqualifizierten aus Osteuropa, 1980-2000”. Promotion an der Humboldt-Universität zum Thema: „Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS“.
P. Milata beschäftigte sich bereits während des Studiums und danach mit der Abwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Osteuropa. Er verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in der Beraterbranche, und über sehr gute Kenntnisse der osteuropäischen Märkte. Als Country Manager bei dem international tätigen Personalberatungsunternehmen Kienbaum Executive Consultants GmbH leitet Milata seit 2008 die Geschäfte für Rumänien und Bulgarien.

Fahrverbindungen:
(U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12)


Mittwoch, 13. Mai 2009, 19 Uhr

Jour-fixe

Einladung

Dr. Markus Bauer

Buchpräsentation, Büchertisch und Vortrag

zum Thema:

" Hinter den Karpaten - zur kulturellen Topographie der Moldau"

Dr. Markus Bauer: Der Kulturhistoriker und Journalist hat fünf Jahre in Iasi gelebt und gearbeitet. Er schreibt in der Neuen Zürcher Zeitung regelmäßig über Rumänien.
In seinem neuen Buch „In Rumänien. Auf den Spuren einer europäischen Verwandtschaft“ (Transit Buchverlag 2009) begibt sich Markus Bauer auf die Spuren einer reichen, eigen¬stän¬digen Kultur in Rumänien, deren vielfältige Ver-bindungen und Nähe zur mittel¬europäischen Geschichte Land und Menschen bis heute prägen.
Der Vortrag anlässlich des jour fixe ist eine Synthese der beiden Kapitel dieses Buches über die Kulturlandschaft der Moldau.

Restaurant „Cum laude“
im Westflügel der Humboldt-Universität
Universitätsstr. 4
10117 Berlin

Tel.: 030-2082883

Fahrverbindungen:
(U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12)


Mo., 27. April 2009, 19.30 Uhr

Podiumsdiskussion

Einladung

"DIE RUMÄNISCHE SPRACHE: HERKUNFT, ENTWICKLUNG, VERBREITUNG - TRADITIONELLE UND MODERNE SICHTEN, KONTROVERSEN UND INSTRUMENTALISIERUNGEN“

Prof. Dr. Wolfgang Dahmen (Universität Jena) und Dr. Larisa Schippel (Humboldt Universität zu Berlin) diskutieren über eine der interessantesten romanischen Spra-chen.

Das Rumänische, die ostromanische Sprache mit Einflüssen aus dem Slawischen, Türkischen, Grie-chischen u.a., hervorgegangen aus einer dakischen Grundschicht, von der kaum etwas bekannt ist, romanisiert während der römischen Kolonialzeit, modernisiert unter italienischem und französischem Einfluss im 19. Jahrhundert bis zur heutigen "Modernisierung" durch das Angloamerikanische - wie alle europäischen Sprachen...

Ort:

Rumänischen Kulturinstitut Berlin
Verkehrsverbindung:
S 42, S 45, Haltestelle Halensee
S 7, Haltestelle Grunewald
Bus M 19, Haltestelle Erdenerstraße


Mittwoch, 11. März 2009, 19 Uhr

JOUR-FIXE

Einladung

Joachim Krauß
zum Thema
Deutsches Naturell und „Zigeuner“
Roma und Sachsen im Norden Siebenbürgens

Kaminraum des Restaurants „Cum laude“
im Westflügel der Humboldt-Universität
Universitätsstr. 4
10117 Berlin

Tel.: 030-2082883

Fahrverbindungen:
U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12


Mittwoch, 18. Februar 2009, 19 Uhr

JOUR-FIXE

Einladung

Claudiu Florian liest aus seinem Buch „Zweieinhalb Störche“

Restaurant „Cum laude“
im Westflügel der Humboldt-Universität
Universitätsstr. 4
10117 Berlin

Tel.: 030-2082883

Fahrverbindungen:
U+S-Bhf. Friedrichstraße, Bus 100, Tram M1, 12


Dienstag, 27. Januar 2008, 18.30 Uhr
Collegium Hungaricum Berlin

Dorotheenstr. 12
10117 Berlin-Mitte
Klubraum (Erdgeschoß)

Temeschwar (Timisoara)

Stadtbildwandel entlang der politischen Brüche
Vortrag mit reichhaltiger Lichtbildschau

von Dr. Robert Born
kulturgeschichtlicher Stadt- und Raumforscher
Fachkoordinator für Kunst- und Kulturgeschichte der Neuzeit am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig

Fahrverbindungen:
Für Straßenbahnlinien M1 und 12 Haltestelle AM KUPFERGRABEN in der Dorotheenstraße
Für Busse TXL, 100 und 200 Haltestelle STAATSOPER, Unter den Linden (Zugang zum CHB über die
Fußgängerpromenade zwischen Humboldt-Universität und Neuer Wache/Palais am Festungsgraben)
Für S- und U-Bahnen Station FRIEDRICHSTRASSE (S-Bahnlinien 1, 2, 25, 5, 7, 75, 9; U-Bahnlinie: 6)


Montag, 19. Januar 2009, 18.30 Uhr
Collegium Hungaricum Berlin

Dorotheenstr. 12
10117 Berlin-Mitte
Klubraum (Erdgeschoß)

'Dracula' - der historische Wojwodengraf

und/oder der fiktive Vampir
Vortrag mit reichhaltiger Lichtbildschau

von Mag. Margot Rauch
Wiss. Mitarbeiterin der Außenstelle des Kunsthistorischen Museums Wien auf Schloß Ambras (Tirol) und Ausstellungskuratorin der im Sommer 2008 auf Schloß Ambras gezeigten Ausstellung "Dracula - Woiwode und Vampir"

Fahrverbindungen:
Für Straßenbahnlinien M1 und 12 Haltestelle AM KUPFERGRABEN in der Dorotheenstraße
Für Busse TXL, 100 und 200 Haltestelle STAATSOPER, Unter den Linden (Zugang zum CHB über die
Fußgängerpromenade zwischen Humboldt-Universität und Neuer Wache/Palais am Festungsgraben)
Für S- und U-Bahnen Station FRIEDRICHSTRASSE (S-Bahnlinien 1, 2, 25, 5, 7, 75, 9; U-Bahnlinie: 6)