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TÄTIGKEITSBERICHT FÜR DAS JAHR 2010 Im Berichtsjahr 2010 sind folgende Arbeitsbereiche der DRG fortgeführt worden: 1. Jour fixe Im Laufe
des Jahres 2010 haben sechs Vorstandssitzungen und eine Mitgliederversammlung
am 12. November stattgefunden. Zur Eröffnung des Abends spielte der
junge rumänische Gitarrist Mihai Victor Iliescu Werke von Albéniz,
Llobet und Villa-Lobos. 1. Jour fixe Es fanden insgesamt sechs Jour-Fixe-Veranstaltungen statt, drei Veranstaltungen erfolgten in Koope-ration mit dem Rumänischen Kulturinstitut RKI in den Räumen des Instituts in Berlin-Grunewald. Im Januar
2010 referierte Dr. Anneli Ute Gabanyi über die Präsidentschaftswahl
vom Dezember 2009, bei der Traian Basescu in einer Stichwahl zum zweiten
Mal als Präsident bestätigt wurde. Sie berichtete über die
Hintergründe, den Verlauf der Wahlen und analysierte die Ergebnisse
und die Konsequenzen für die ökonomische und politische Entwicklung
Rumäniens. Im März 2010 war die rumänische Dichterin Nora Iuga, die „grande
dame“ der rumänischen Po-esie Ehrengast. Sie las ihre Gedichte
auf rumänisch und auf deutsch in der Übersetzung von Ernest Wichner
und sprach darüber, wie ihre surreale und subversive Poesie der kommunistischen
Staats-macht suspekt war - ab 1971 durfte sie acht Jahre lang nicht veröffentlichen. Im Juli
2010 las Reuven Moskovitz, der die Gründung der Deutsch-Rumänischen
Gesellschaft initiierte, aus seinen Lebenserinnerungen „Kindheit
in Rumänien“ und spielte einige jiddische Weisen auf seiner
Geige. Moskovitz, geboren 1928 im nordrumänischen Schtetl Frumusica,
wanderte 1947 nach Israel aus und kehrt immer wieder in sein Geburtsland
Rumänien und nach Deutschland zurück, wo er längere Zeit
lebte. Im November
2010 las der rumäniendeutsche Schriftsteller Johann Lippet
aus dem Banat aus seinem neuen Roman „Dorfchronik“ und berichtete über
seine Recherchen zu seinem neuen Werk und über seine ersten Jahre
in der Bundesrepublik. Der Roman erzählt in 179 Geschichten, die miteinander
verwoben sind und aufeinander verweisen, die Geschichte des Dorfes Wiseschdia,
eines der kleinsten im Banat, seit jeher ohne Bahn- und Busanbindung. Im Anschluss an die Lesung lud die Deutsch-Rumänische Gesellschaft zur Eröffnung einer Ausstel-lung mit Werken der siebenbürgischen Malerin Karin Maria Braun ein. Beide Veranstaltungen fanden im Rumänischen Kulturinstitut statt. Im Dezember
2010 hielt Dr. Georg Herbstritt einen Vortrag zum Thema: Die Securitate,
die Schatten der Vergangenheit und die CNSA im Jahr einundzwanzig
nach der Rumänischen Re-volution. Der Vortrag zog eine Bilanz der
Arbeit der CNSAS. Welche Schwierigkeiten gab es zu An-fang, welche heute,
wie einfach oder schwer ist es für Securitate-Opfer, die Akten zu
studieren? Ver-mutlich rund zwei Millionen Securitate-Akten lagerten nach
dem Ende der Ceausescu-Diktatur in den Archiven, schätzungsweise 400.000
Menschen arbeiteten im gesamten Zeitraum der kommunistischen Diktatur permanent
oder von Fall zu Fall „inoffiziell“ für die Securitate. 2. Andere Veranstaltungen In Kooperation mit der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft (DUG) fanden am
01. Februar und am 26. Oktober zwei Vortragsveranstaltungen im Collegium
Hungaricum statt: Gemeinsam
mit dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ fanden
im Berichtsjahr vier Buch-vorstellungen und eine Vortragsveranstaltung
statt: Für die wissenschaftliche Tagung „Antiziganismus”: Vorurteil und Diskriminierung. Darstellung und Wahrnehmung rumänischer Roma am 9. und 10. Juli im Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin hat die DRG einen finanziellen Beitrag von 300 Euro geleistet. 3. Deutsch-Rumänische Hefte Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr zwei Hefte erschienen, die auch auf der Homepage einzusehen sind. Zum Ende des Jahres hat Dr. Larisa Schippel die Redaktion aus beruflichen Gründen verlassen. Unser Mitglied Dr. Josef Sallanz hat sich bereiterklärt die Redaktion der Hefte ab 2011 federführend zu übernehmen. Robert Vitalyos verbleibt im Redaktionsteam. 4. Homepage Die Homepage der DRG wurde auch 2010 von Frau Packi regelmäßig gepflegt und gewartet. Presse-tipps und News sowie Veranstaltungen der DRG, des KTM sowie Fremd-Events zum Thema Rumänien waren immer auf dem aktuellen Stand. 5. Kleinstipendien Drei SchülerInnen der Musikschule Klausenburg wurden 2010 Kleinstipendien a € 300,00, also insge-samt € 900,00 gewährt. 6. Studienreise Die VII Studienreise der DRG in den Westen und Südwesten Rumäniens hat vom 11. bis 21. Septem-ber 2010 stattgefunden und wurde wie 2007 von Christof Kaiser und Wolfram Höfgen vorbereitet und geleitet. Die Reisegruppe war dieses Mal klein, sie bestand aus acht Personen. Die Rundreise führte von Budapest über Temesvar, durch das Banater Bergland – Resita, Anina / Steierdorf, Oravita - an die Donau. Stationen an der Donau waren u.a. die Kasanengen, Orsova, das Eiserne Tor, Drobeta-Turnu-Severin. Über Herkulesbad, Lugoj und Arad ging es zurück nach Budapest. 7. Schüleraustausch Auf Initiative von Dr. Ioana Scherf besuchten im Dezember 10 Schüler der Klassen 8 -10 des George-Cosbuc-Lyzeums aus Bukarest das Heinitz-Gymnasium in Rüdersdorf bei Berlin, wo sie am Unterricht teilnahmen. Des Weiteren absolvierten sie ein anspruchsvolles kulturelles und touristisches Pro-gramm. Der Aufenthalt dauerte eine knappe Woche. Höhepunkt und Abschluss bildeten ein Kulturpro-gramm der Schüler und der Empfang in der Botschaft von Rumänien. Die DRG als Hauptsponsor hat diesen Aufenthalt mit 1500 € finanziert. 8. Verschiedenes Die DRG hat das Projekt Gulasch, Schnitzel und Sarmale – Medienworkshop im multiethnischen Raum, das vom 13. bis 26. September 2010 am Johann-Ettinger-Lyzeum in Satu-Mare (Sathmar) stattgefunden hat, mit 500 Euro unterstützt. Ziel des Projektes, geleitet von einem fünfköpfigen deutsch-rumänischen Team, war es 25 Schülern der 10. Klassen die Möglichkeit zu geben, sich 14Tage lang mit den unterschiedlichen Ethnien in ihrer Umgebung auseinanderzusetzen und ihre Er-fahrungen in journalistischen Beiträgen zu reflektieren. Dabei sollten die Jugendlichen nicht nur Be-rufsorientierung, durch die Vermittlung von journalistischem Handwerkszeug, und bessere Deutsch-kenntnisse erhalten. In Interviews traten die Teilnehmer in direkten Kontakt mit Angehörigen aller vier Ethnien, die in ihrer Umgebung politisch, gesellschaftlich oder kulturell aktiv sind. So konnten sie selbst Verständnis entwickeln und durch die Veröffentlichung ihrer eigenen Werke als Multiplikatoren für gegenseitige Toleranz wirken. An die
Stiftung Speranta wurden 2010 insgesamt € 4.580,00 aus diversen
Spenden überwiesen.
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