Jour Fixe

Veranstaltung anlässlich des 30. Jahrestages der Revolution in Rumänien

in Kooperation mit Diaspora Civică Berlin

Samstag, 30. November 2019, 18.00 Uhr

Dabei soll nicht der Ereignisse vom Dezember 1989 gedacht, sondern erzählt werden, welche Folgen der Sturz des Kommunismus in Rumänien hatte und inwiefern sich das Leben verändert hat. Wir schlagen Euch vor, gemeinsam in diesen vergangenen Zeitraum zurückzukehren, um ans Licht zu bringen, was diese Zeit auf einem persönlichen Niveau für jede und jeden von uns bedeutet hat. Was steckt z.B. hinter der Entscheidung, von Rumänien auszuwandern, oder wie hat sich das Land seit 1989 geändert.

Nein, Ihr sollt keinen Vortrag über die Revolution 1989 erwarten, sondern kurze Berichte von Personen, die über Erlebnisse und Erfahrungen in der Nachwendezeit erzählen. Auch Ihr könnt dazu beitragen. Von 19:00 bis 20:00 Uhr werden Gäste gebeten, fünf Minuten über Erlebnisse in der Zeit nach 1989 zu berichten. Es kann deutsch oder rumänisch gesprochen werden; zwei Moderatorinnen werden dabei helfen und dolmetschen.

Mitglieder der DRG und der Diaspora Civica haben kurze Interviews mit Zeitzeugen gemacht, die Ihr Euch danach per Kopfhörer anhören können. Schriftstücke und andere Ausstellungsgegenstände werden im Studio ausgestellt.

Gefeiert mit Musik und Getränken wird anschließend auch – wenn Ihr wollt bis nach Mitternacht.

Ort:
im Studio Niculescu, Oranienstraße 163, 10969 Berlin
(U Kottbuser Tor, M 29 Haltestelle Oranienplatz)

Weitere Informationen


Jour Fixe

100 Jahre BAUHAUS – Das BAUHAUS in Bukarest

in Kooperation mit der Architektenkammer Berlin

Donnerstag, 14. November 2019, 19.00 Uhr

Die Formensprache des BAUHAUS hat Architekten und Städtebauer auf der ganzen Welt geprägt. Durch die Einflüsse der 1919 in Weimar gegründeten „Hochschule für Gestaltung“ wurde auch Bukarest, das „Paris des Ostens“, in den 1920er Jahren sichtbar und faszinierend umgestaltet.
Viele rumänische Architekten hatten in Berlin, Paris oder Wien studiert und experimentierten mit den Ideen des „Bauhaus“ in der rumänischen Hauptstadt. BAUHAUS- Lehren trafen auf Gebäude mit den landestypischen Stilelementen: zahlreiche Bauten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind geprägt vom rumänischen Nationalstil mit italienisch-venezianischen und orientalischen Stilelementen; dazwischen finden sich Wohnhäuser, Villen und Nutzbauten in der typischen BAUHAUS-Architektur.
Diese in den 1920 und 30er Jahren gebauten Häuser wurden maßgeblich von drei rumänischen Architekten entworfen, die nach Aufenthalten in Westeuropa nach Bukarest zurückkehrten und hier die Architektur der mitteleuropäischen Moderne realisierten: Marcel Iancu, Horia Creangã und Duiliu Marcu.
Auch der kilometerlange Boulevard im Stadtzentrum, gesäumt von beeindruckenden Hotel-, Geschäfts- und Appartementhäusern beweist den Einfluss des BAUHAUS, der „Hochschule für Gestaltung“, die 1925 nach Dessau umziehen musste und 1933 in Berlin auf nationalsozialistischen Druck aufgelöst wurde. Neben bedeutenden rumänischen Architekten war es auch der 1933 aus Deutschland geflohene Berliner Architekt Rudolf Fränkel („Gartenstadt Atlantic” mit dem Kino Lichtburg/Berlin-Gesundbrunnen), der das Bild dieses Straßenzugs bestimmte.

Referent:
Arne Franke studierte in Frankfurt/Main Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Architekturgeschichte und Denkmalpflege. Nach 1989 in der Denkmalschutzbehörde in Görlitz tätig, ist er heute als freiberuflicher Autor, Studienreiseleiter und Ausstellungsmacher vorwiegend in Polen, Tschechien und Rumänien unterwegs.

Ort:
Architektenkammer Berlin
Alte Jakobstr. 149 in 10969 Berlin

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Die Republik Moldau an der Nahtstelle zwischen Zentral-, Ost- und Südosteuropa

in Kooperation mit der Botschaft der Republik Moldau

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19.00 Uhr

Die Republik Moldau ist in Deutschland relativ unbekannt, obwohl das Land eine reiche Kultur und eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen hat.* Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die Republik wieder ein souveräner Staat, in dem in den folgenden Jahren die Interessen Russlands und der Europäischen Union aufeinander prallten. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Innenpolitik des Landes: Politiker, die mit Russland sympathisierten, konkurrierten mit denjenigen, die eine Annäherung an die Europäische Union befürworteten. Im Juni dieses Jahres kam es zu einer überraschenden Zusammenarbeit der beiden Seiten. Es gelang ihnen, den Oligarchen Plahotniuc zu vertreiben, der dabei war, sich staatliche Organe gefügig zu machen.

Am 20. Oktober 2019 finden in der Republik Moldau Wahlen statt, die für die weitere Orientierung des Landes im Spannungsfeld Ost-West von großer Bedeutung sind. Über das Ergebnis der Wahlen und ihre Bedeutung für den weiteren Weg der Republik Moldau wird der Botschaftssekretär Radu Chiveri berichten.

Referent:
Radu Chiveri hat Politikwissenschaften an der Universität Wien studiert. Nach seinem Studium, zwischen 2015 – 2016, war er bei der der Internationalen Atomenergiebehörde tätig. Im Mai 2017 hat er beim Ministerium für Außen und Europäische Integration der Republik Moldau angefangen und seit Dezember 2018 ist er Botschaftssekretär der Botschaft der Republik Moldau in Berlin.

Ort:
Botschaft der Republik Moldau
Gotlandstraße 16, 10439 Berlin
(S+U Schönhauser Allee / U Vinetastr.)

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten.


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Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche in Berlin

in Kooperation mit der Rumänisch-Orthodoxen Kirchengemeinde „Die Heiligen Erzengel Mihail und Gavril“ Berlin e.V.

Mittwoch, 25. September 2019, 18.30 Uhr

Der Pfarrer wird über die Geschichte und die Entwicklung der rumänischen Kirche und ihrer Mitglieder in Berlin vortragen.

Ort:
Räumlichkeiten der Rumänischen Orthodoxen Kirche in der Heerstraße. 63, 14055 Berlin

Weitere Informationen zur Rumänisch-Orthodoxen Kirche Berlin


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Rumänien vor den Präsidentschaftswahlen

Mittwoch, 4. September 2019, 19.00 Uhr

Im November finden in Rumänien Präsidentschaftswahlen statt. Wer sind die Herausforderer des Präsidenten Klaus Johannis? Wie beeinflusst der Fall „Alexandra“ die Wahlen am 10. November? Kann der quasi unbekannte Herausforderer Dan Barna den Sozialdemokraten die Show stehlen und als zweiter in die Stichwahl kommen? Über die politische Landschaft in Rumänien und den rasanten Aufstieg des bürgerlich-liberalen Antikorruption-Start-ups „Union zur Rettung Rumäniens“ (USR). Was bewegt (noch) die (protestierende) Zivilgesellschaft? Im Jahr 2020 stehen dann Lokal- und Parlamentswahlen an. Eine Prognose.

Referent:
Raimar Wagner ist seit 2014 Projektkoordinator der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) in Rumänien und der Republik Moldau und wird ab Mitte Oktober die Leitung des Teilprojekts übernehmen. Er stammt aus Siebenbürgen und war u.a. auch als Journalist, Dolmetscher und Unternehmer in der Tourismusbranche tätig. Zwischen 2004 und 2012 war er Stadtrat in Hermannstadt im Team des damaligen Bürgermeisters Klaus Johannis.

Ort:
„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B.-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenburg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)


Jour Fixe

Rumänien – ein faszinierendes Land

Freitag, den 10. Mai 2019, 19.00 Uhr

Aline Kuley hat für den Fernsehsender SAT1 in der Reihe „Grenzenlos – die Welt entdecken“ einen Dokumentarfilm über Rumänien konzipiert – mit viel Herzblut. In dem 40-minütigen Film wird das Salzbergwerk bei Turda besucht, dann geht es in einen Bärenpark, nach Bukarest, zur Wassertalbahn, Kronstadt, Viscri und ins Bucegigebirge. Der Film macht deutlich, dass Aline Kuley von diesem Land fasziniert ist. Warum – darüber wird sie erzählen.

Referentin:
Aline Kuley arbeitet als Medien- und Kommunikationsexpertin und macht Video- und Fotodokumentationen. Sie ist 40 Jahre alt und lebt in Berlin.

Ort:
„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenburg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)


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Die Unerwünschten – Zur sozialen Lage prekärer RumänInnen in Berlin

Mittwoch, den 27. März 2019, 19.00 Uhr

Die Zuwanderung von Menschen aus Rumänien nach Deutschland wird oft in den Medien und von Politikern als „Armutszuwanderung“ dargestellt. Allerdings enthüllt dieses soziale Phänomen die komplexen Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Entwickelte kapitalistische Länder wie Deutschland haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Systeme der sozialen Absicherung gegen nicht-qualifizierte ArbeiterInnen abzusperren. Viele davon landen in dem boomenden Niedriglohnsektor. Qualifizierte ArbeiterInnen, AkademikerInnen und ExpertInnen werden hingegen laut gerufen und in bestimmten Bereichen (z.B. Pflegebereich, Baubranche usw.) präferenziell angenommen.

Am Beispiel der sozialen Beratung von neuzugewandaerten RumänInnen in Berlin werden die verschiedenen sozialrechtlichen Ausschlüsse, ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse und Wohnsituationen von prekär lebenden UnionsbürgerInnen hierzulande dargestellt.

Referent:
Cătălin Buzoianu, M.A., hat Soziologie und Anthropologie an der Central European University in Budapest studiert. Seit 2017 arbeitet er als Sozialberater mit neuzugewanderten Familien aus Rumänien bei Kulturen im Kiez e.V. in Berlin.

Ort:
„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenburg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)


Jour Fixe

Wirtschaftspartner Rumänien – Armenhaus oder Wachstumsmarkt?

Mittwoch, den 13. Februar 2019, 19.00 Uhr

Deutschland ist Rumäniens wichtigster Handelspartner. Rumänien rangiert inzwischen auf der Liste der wichtigsten Exportmärkte deutscher Firmen vor Mexiko und Indien auf Rang 21 der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik. 7500 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung, vor allem Unternehmen der Kraftfahrzeugzulieferindustrie und des Einzelhandels, operieren vor Ort; in den vergangenen Jahren haben sie nach Angaben der deutschen Auslandshandelskammer in dem Land mehr als 250.000 neue Jobs geschaffen. Die rumänische Wirtschaft wächst schneller als die der EU-Partner, die Arbeitslosenrate liegt mit 4,3% unter der deutschen. Die Staatsverschuldung ist mit 35% des Bruttoinlandsprodukts halb so hoch wie die deutsche. Also alles gut?

Die „sozialdemokratische“ PSD hatte ihren Wählern kostspielige Wohltaten versprochen, die nun mit einer hohen Schuldenaufnahme finanziert werden, zumal die Regierung die Einkommensteuern gesenkt hat. Niedrige Steuern und Verlagerung der Sozialabgaben auf die Arbeitnehmer machen das Land für Investoren attraktiv, heftige innenpolitische Konflikte, Verhinderung der Korruptionsbekämpfung und Rechtsunsicherheit schrecken ausländische Unternehmen ab. Das Wirtschaftswachstum konzentriert sich auf den Nordwesten des Landes, im Osten und Süden beträgt das Bruttosozialprodukt pro Kopf nur die Hälfte dessen, was in Siebenbürgen und im Banat produziert wird.

Am 1. Januar 2019 übernahm Rumänien zwölf Jahre nach seinem Beitritt erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. Seine Aufgabe ist, zwischen divergierenden Interessen der Mitgliedstaten zu vermitteln. Bei Verhandlungen zum neuen mehrjährigen Finanzrahmen der EU ist Rumänien als eines der Netto-Empfängerländer unmittelbar betroffen. Rumänien war aber bisher nicht in der Lage, in ausreichendem Umfang co-finanzierte Projektvorschläge vorzulegen, um die ihm zustehenden EU-Mittel abzurufen. Die innenpolitischen Konflikte und Kontroversen mit der EU-Kommission bei Rechts- und Haushaltsthemen sind hinderlich für einen Erfolg der Präsidentschaft.

Über die wirtschaftliche Lage Rumäniens, seine Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland und Fragen der EU-Präsidentschaft wird Helge Tolksdorf berichten.

Referent:
Ministerialrat Helge Tolksdorf, leitet im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Referat „EU-Erweiterung, Südosteuropa und Türkei“.

Ort:
„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenburg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)


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Rumäniens EU-Ratspräsidentschaft in bewegten Zeiten: Große Herausforderungen, hausgemachte Probleme

Donnerstag, den 24. Januar 2019, 19.00 Uhr

Zum 1. Januar 2019 übernimmt Rumänien zwölf Jahre nach seinem Beitritt erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. Es warten große Aufgaben auf das nach Polen zweitgrößte Land der großen Erweiterungswelle 2004/07: Neben dem Ende März anstehenden „Brexit“ und den Europawahlen im Mai/Juni 2019 mit dem Ende des Mandats der Juncker-Kommission sind dies in erster Linie die Verhandlungen zum neuen mehrjährigen Finanzrahmen der EU, von denen Rumänien als eines der Netto-Empfängerländer unmittelbar betroffen ist. Hinzu kommen die weiterhin offenen Fragen im Bereich der Migrations- und Flüchtlingspolitik, sowie des institutionellen Umbaus der Eurozone und des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Selbst für eines der großen (Gründungs-)Mitgliedsländer wären das genügend Herausforderungen, ungleich größere sind es aber für ein Land, das nicht über vergleichbare administrative Ressourcen und Vorerfahrungen verfügt.

Hinzu kommen hausgemachte Probleme innerhalb des Landes, das zuletzt negative Schlagzeilen produzierte durch den Versuch der Regierungspartei PSD, im Interesse ihres Parteivorsitzenden Liviu Dragnea die Strafverfolgung von Korruptionsdelikten zu erschweren. Auch nach fast 30 Jahren Transformation ist es offensichtlich, dass die wichtigsten demokratischen Institutionen des Landes für persönlich motivierte Machtkämpfe instrumentalisiert werden. Diese Entwicklungen sind Anzeichen dafür, dass Rumänien immer noch vor der Herausforderung steht, die „checks and balances“ in seinem demokratischen System sicherzustellen.

Referent:
Stephan Meuser leitet seit Mai 2016 die Bukarester Repräsentanz der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) für Rumänien und Moldau. Zuvor war er u.a. während des Majdans Leiter des FES-Büros in Kiew. Er studierte Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften in Bonn und Paris.

Ort:
„Leonhardt“ Stuttgarter Platz 21/Leonhardtstrasse 10627 B-Charlottenburg
(S-Bahn Charlottenburg. U-Bahn Wilmersdorferstr.)