Obwohl die rumänische Zuwanderer-Community mittlerweile eine der größten in Deutschland und auch in Berlin ist, ist sie im Sozialraum kaum sichtbar. Zwar haben sich in den letzten Jahren zahlreiche migrantische Vereine / Inititiven gegründet; der Aufbau einer professionellen und nachhaltigen Arbeit für und mit der Zielgruppe ist aber bisher aufgrund fehlenden politischen Rückhalts und finanzieller Sicherheit in Berlin nicht gelungen. Die Angebote, die mit den Berliner Förderprogrammen „Aktionsplan Roma“, „Integrationsfonds“, „Partizipations- und Integrationsprogramm“, „Integriertes Sozialprogramm“ u.a. gefördert werden, erreichen – wenn überhaupt – nur einen kleinen Teil der Community und auch dies nur hinsichtlich einiger weniger Problemlagen.
Deshalb hat eine kleine Gruppe von KollegInnen aus der deutsch-rumänischen und deutsch-moldauischen Vereinslandschaft aus Berlin die Initiative ergriffen: Am 21. Januar 2026 waren wir zu gast bei Katarina Niewiedzial, der Beauftragten des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration. Wir haben ihr über unsere Arbeit berichtet, über die Lage von rumänischsprachigen Zugewanderten in Berlin, ihre Sorgen und Nöte – und vor allem über das vielfältige Engagement hier vor Ort. Der Wunsch nach einem eigenen Begegnungszentrum, einem festen Ort für rumänischsprachige Angebote in Berlin, einte uns und so konnten wir stolz auch eine Liste mit über 100 Unterstützerunterschriften für dieses Anliegen überreichen.
Gemeinsam mit unseren PartnerInnen setzen wir uns als Deutsch-Rumänische Gesellschaft dafür ein, die rumänische Community in Berlin sichtbarer zu machen und ihren Anliegen bei Politik und Verwaltung Gehör zu verschaffen. Dafür suchen wir tatkräftige (ehrenamtliche) Unterstützung und starke PartnerInnen.
