Online-Vortrag

Regionale Zusammenarbeit zwischen Südsiebenbürgen und Brandenburg – eine Modellidee für Europa?

in Kooperation mit dem Deutsch-Rumänischen Verein Gießen e.V.

Mittwoch, 27. Oktober 2021, 18.00 Uhr

Das Land Brandenburg arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit der rumänischen Region Zentrum (Südsiebenbürgen) in verschiedenen Projekten und auf den unterschiedlichsten Ebenen zusammen. Eine Besonderheit besteht in der Existenz und dem Wirken einer Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für die Region Centru / Südsiebenbürgen. Einer der beiden Partnerschaftsbeauftragten, Klaus-Peter Krüger, wird in einem Vortrag mit anschließender Diskussion über die Partnerschaftsarbeit und ihre Einordnung in europäische Prozesse berichten.

An Hand von Projektbeispielen wird aufgezeigt werden, wie eine regionale Zusammenarbeit nachhaltig funktionieren und Menschen und Kulturen verbinden kann. Die Vernetzung in beiden Partnerregionen ist somit auch die Basis für diese erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit. Die parallele Vernetzung ermöglicht die tiefere Kenntnis von Prozessen und potentiellen Partnern und generiert über die Jahre eine spezifische Erfahrung, welche Partner zusammenarbeiten könnten. Zudem ist es zielführend eine potentielle Zusammenarbeit bzw. eine bi- oder multilaterale Entwicklung gemeinsamer Projekte über die Anbahnung hinaus in der Kommunikation durch die Partnerschaftsbeauftragten zu begleiten.

ReferentInnen:
Dr. Birgit Schliewenz und Klaus-Peter Peter Krüger sind mit ihrer Firma ManCom GmbH die Partnerschaftsbeauftragten für die Region Centru. Seit mehr als 20 Jahren arbeiten sie in Rumänien und Centru, seit 2008 als Partnerschaftsbeauftragte. Sie sind damit die Dienstältesten Partnerschaftsbeauftragten Brandenburgs mit einem entsprechenden Erfahrungspotential.

Weitere Informationen über die Partnerschaft Brandenburg – Centru

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich über unser Kontaktformular für die Veranstaltung an. Danach erhalten Sie den zoom-Link und weitere Informationen.


Jour Fixe

Die Feder in der Hand bin ich eine ganz andere Person

in Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin (11. Veranstaltung in der Reihe Dialogos)

Donnerstag, 18. Juni 2020, 19.00 Uhr

Dr. Silvia Irina Zimmermann wird Leben und Werk der rumänischen Königin und Schriftstellerin Carmen Sylva (1843-1916), illustriert mit Fotos, vorstellen.

Referentin:
Silvia Irina Zimmermann ist Literaturhistorikerin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie ist Initiatorin und Mitbegründerin der Forschungsstelle Carmen Sylva des Fürstlich Wiedischen Archivs in Neuwied.

Weitere Informationen auf der Website des Rumänischen Kulturinstituts


Jour Fixe

In Rumänien bewährt – in der EU begehrt

Dienstag, 4. März 2020, 19.00 Uhr

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EuStA), 2019 formal gegründet, soll im Herbst 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Sie wird vor allem mit der Verfolgung von Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU befasst sein, also z.B. mit dem illegalen „Abzweigen“ von EU-Fördermitteln für andere Zwecke als die, für die sie gedacht sind. Für später kommt eine Erweiterung des Aufgabenbereichs in Betracht, etwa auf die Verfolgung von grenzüberschreitender organisierter Kriminalität und von internationalen Formen des Terrorismus.

Erste Leiterin der Behörde, also erste Europäische Generalstaatsanwältin, ist die Rumänin Laura Codruța Kövesi. Sie hat sich bei der Besetzung des Amtes mit Rückendeckung des Europäischen Parlaments gegen starke Konkurrenz vor allem aus Frankreich durchgesetzt und – was als Kuriosum gelten kann – auch gegen ihre eigene Regierung. Laura Codruța Kövesi hat sich in Rumänien als langjährige Leiterin der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft „DNA“ (Direcția Națională Anticorupție) einen Namen, aber auch zahllose Feinde gemacht.

Referent:
Alexander Roth ist langjähriges Beiratsmitglied der DRG. Er ist selbst Staatsanwalt und hat in seiner derzeitigen Tätigkeit als Referent für strafrechtliche EU-Angelegenheiten im brandenburgischen Justizministerium die Gründung der EuStA und die Ernennung von Frau Kövesi gleichsam aus der Nähe begleitet. Er wird über die spannende Entstehungsgeschichte der EuStA, ihre Aufgaben und ihre künftige Tätigkeit ebenso berichten wie über das ungewöhnliche Verfahren, dass zur Ernennung der bewunderten und gehassten rumänischen Kandidatin zur Inhaberin des neuesten EU-Spitzenamtes (und zugleich des höchsten, das von einem Mann oder einer Frau aus den osteuropäischen Ländern besetzt ist) berichten.